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X-O-Planet

Jetzt online: das Interview mit X-O-Planet zum Nachhören

X-O-Planet-Interview verpasst? Jetzt online !

X-O-PlanetDas Mainzer Electro-Duo X-O-PLANET veröffentlicht sein Debüt-Album “Voyagers”. Grund genug, Manja und Goderic auf den Zahn zu fühlen. Was ist seit dem letzten Interview alles passiert, was haben die beiden auf dem Weg zum Album erlebt, was macht das Album eigentlich aus? Und vor allem: wie hört es sich an? All das erfahrt Ihr in diesem Band-Special!

Auf der RockPopWelle wird die komplette Sendung

dienstags, donnerstags, samstags und sonntags jeweils um 10:00 Uhr und
mittwochs, freitags und sonntags um 21:00 Uhr

wiederholt.

Hier der direkte Link zum RockPopWelle-Player: http://Laut.FM/RockPopWelle

Wem das reine Interview ohne die Songs reicht……:

X-O-Planet

REVIEW: “Voyagers” von X-O-Planet

X-O-PlanetDie Band

Anfang 2016 beschlossen Manja und Goderic, ihre diversen musikalischen Prägungen in das Projekt X-O-Planet einfließen zu lassen. Die Musik des Mainzer Synth-Pop-Duos setzt sich aus sphärischen Synthies, die aus Goderic Northstars Feder stammen, sowie Manja Kaletkas warmer, glasklarer Stimmfarbe zusammen. 
Manja war bis dato Mitwirkende in verschiedenen Bands wie der Essener Formation Jesus On Extasy, der britischen Avantgarde-Musikgruppe Attrition, der Neoklassik-Band Weltenbrand aus Liechtenstein, der Band Illuminate und durfte beispielsweise auf Alben von Szenegrößen wie 18 Summers mitwirken. 
Goderic lernte in seiner Kindheit Kirchenorgel spielen. Etwas später kamen Gitarre und Bass dazu. 
Inspiriert durch Künstler der elektronischen Musikszene der ersten Stunde wie Jean-Michel Jarre und Kraftwerkh begann er, sich für elektronische Klänge zu interessieren. Er experimentierte mit analogen Synthesizern und produzierte schon bald erste elektronische Werke. Auch dem Einfluss von EBM-Combos wie Front 242 und Nitzer Ebb konnte Goderic sich dabei nicht entziehen.
Im März 2017 veröffentlichten X-O-Planet ihr Debut “Passengers” beim namenhaften Label Danse Macabre und belegten damit direkt Platz 9 der Deutschen Alternative Charts. 
Kurz darauf konnten X-O-Planet auch ihre Live-Qualitäten mehrfach unter Beweis stellen, indem sie Bands wie z. Bsp. Psyche, Decoded Feedback, Intent: Outtake, The Invicible Spirit und The Saint Paul supporteten.

Das Album

X-O-PlanetMit VOYAGERS nehmen Manja und Goderic uns mit auf die Fortsetzung Ihrer Reise durch Zeit und Raum. Die PRELUDE 2019 erinnert sofort an das im März 2017 veröffentliche Debüt-Album “Passengers” und zeigt auf, dass wir stilistisch wohl Ähnliches hören dürfen. Mit NEUTRON STAR blicken wir auf die Geburt eines Neutronen-Sterns, um dann in DISTRUCTIVE SHADOW einen bemerkenswert kontrastreichen Song zu hören. Musikalisch typisch X-O-Planet, wird uns guttural von Goderic dargeboten, dass in jedem das Böse vorhanden ist,  während Manja nahezu engelsgleich das Gute und ein wenig Selbstfindung propagiert. Toll auch zu hören, dass die Band der Musik durch längere instrumentale Parts eine Bühne lässt. Nahezu progressiv 🙂 Song zwei auf der Scheibe und ich habe einen meiner Favoriten gefunden.

Insgesamt gibt das Duo seinen Songs viel Zeit, um rein instrumental schon für die passende Stimmung zu sorgen. FASTER THAN LIGHT ist nicht nur recht ruhig gehalten, sondern fordert auch textlich auf, mal einen Gang zurückzuschalten. Und notfalls auch mal jemanden einzubremsen, wenn er sich in der Hektik des Alltags zu verlieren droht.

Der Titeltrack des Albums VOYAGERS kommt im feinsten Mid-Tempo auf die Ohren und begeistert nicht nur durch den Kontrast der echt filigranen Synths mit einer tiefen bedrohlichen Line. Auch der Refrain reisst letztlich voll mit. Manja kann hier sehr schön beweisen, dass ihr auch die langen Töne sehr gut liegen.

X-O-PlanetTHE UNFORSEEN traf auch mich unvorhersehbar. Ist es schon eine Ballade, wenn gleich dafür eigentlich zu schnell? Gehört es in ein Musical? Ganz ehrlich… ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass hier nun wieder eines dieser Lieder ist, dass mich nicht nur textlich berührt, sondern mich Musik und Gesang auch fühlen lässt. Da stecken so viele Emotionen drin, dass es einen einfach bewegen muss. Senhnsucht, Wehmut, das Gefühl etwas verpasst zu haben….. kurzum…. WOW !

Manja hat mir 2017 im Interview verraten, dass sie sich seit Kindeszeiten für Astronomie und Astrophysik interessiert. Mit GRAVITY LOST bringen X-O-Planet eine sehr gelungene Form von “Was wäre ohne Schwerkraft”.

STORYTELLING ist wieder so eine Mixtur aus einem gemütlich dahin plätschernden Rhythmus und einer stimmlich etwas im Hintergrund agierenden Manja. Und ich unterstelle den beiden hier absolute Absicht, damit der Zuhörer sich angemessen auf den Text konzentrieren kann. Und der hat es in sich, kommt der Song doch sonst so unschuldig daher.

Das ändert sich nun mit REFOCUS wieder. Hier kommt wieder deutlich mehr Energie in die Synths, wenn gleich der Text nicht nur aufmerksam gehört, sondern gerne auch zu Herzen genommen werden sollte. Nachdem X-O-Planet ja schon die Frage nach dem “Was wäre ohne Schwerkraft” stellten, ist es nur legitim mit MYSTERY OF GRAVITY zu hinterfragen, ob das Mysterium der Schwerkraft überhaupt jemals gelöst werden wird.

GOODBYE macht mir bewusst, dass jetzt der letzte Song erklingt. Manja zeigt jetzt eine weitere Facette ihrer Stimme. Die tiefere, melancholische Stimme, die zum Nachdenken anregt und mich jetzt voll in den Song rein holt.

Fazit

X-O-PlanetSchon ihr 2017er Debüt hatte es mir echt angetan. Eingängige und oftmals ziemlich aufwändige Arrangements, Gesang an dem es so überhaupt nichts auszusetzen gibt und dazu tiefgründige Texte. Da war meine Erwartung an das neue Album VOYAGERS ganz sicher nicht klein. Aber ich wurde nicht enttäuscht, sondern abermals begeistert. Stilistisch bleiben sich X-O-Planet absolut treu und setzen konzeptionell noch einen drauf. Goderic besticht durch zum Teil sehr filigrane Synths, die er gerne auch sehr kontrastreich auf unsere Ohren bringt. Von Manja gibt es oftmals mehrstimmige Passagen, die einfach in der Summe voll auf dem Punkt sind.

Was soll ich weiter lobhudeln ? VOYAGERS ist wieder einmal ganz großes (Ohr-) Kino aus dem Hause X-O-Planet.

VOYAGERS erscheint am 27. April 2018.

X-O-Planet sind am Montag, dem 30. April 2018 um 22:00 LIVE zu Gast bei mir in der Sendung!

Tracklist

01 – Prelude 2019
02 – Neutron Star
03 – Distructive Shadow
04 – Faster Than Light
05 – Voyagers
06 – The Unforseen
07 – Gravity Lost
08 – Storytelling
09 – Refocus
10 – Mystery Of Gravity
11 – Goodbye

Tourdaten

30.06.2018 Wuppertal, Underground
25.08.2018 Bonn, Music Club Session
01.09.2018 Hamburg, KIR
28.09.2018 Bamberg, Live-Club
13.10.2018 Oberhausen, Crowded House
08.12.2018 Essen, Don´t Panic

Line-Up

Vocals: Manja Kaletka
Keys: Goderic Northstar

Web

http://www.x-o-planet.de
https://www.facebook.com/XOPlanet
http://www.youtube.com/c/Xoplanet_electronica
kontakt@x-o-planet.de

Quellen:

Band-Bio und Bilder: Promo-Kit

X-O-Planet

X-O-Planet-Special: die Termine für die Wiederholungen

Ihr habt das Band-Special mit X-O-Planet verpasst?

Dann habt Ihr folgende Möglichkeiten zum Nachhören:

dienstags, donnerstags und sonntags jeweils um 10:00 Uhr und
montags, mittwochs und samstags jeweils um 17:00 Uhr.

Die Wiederholungen laufen beim Dark-Metal-Radio
Klick hier zum Player!

Auf Youtube könnt Ihr das Interview ohne Song nachhören:

Viel Spaß beim nachhören !

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Review: Album “Passengers” von X-O-Planet

X-O-Planet: Spaciger, dunkler und absolut gelungener Synthpop

Die Band

X-O-PLANET wurde Anfang 2016 von Manja und Goderic gegründet. Beide eint nicht nur die Liebe zueinander, sondern auch zur dunkel geprägten, elektronischen Musik, verbunden mit dem Interesse an Science Fiction, aber auch den echten Hintergründen, Entdeckungen und Theorien über unser Universum. Was liegt also näher, als uns Hörer und Fans auf dieser Reise durch den unendlichen, dunklen Kosmos mitzunehmen. Wir sind dann wohl die Passengers von X-O-PLANET.

Manja ist in der Musikwelt sicherlich alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Sie wirkte vor X-O-PLANET schon in einigen anderen Bands mit und prägte deren Musik mit ihrer Stimme. Gruppen wie Attrition, Weltenbrand oder auch Jesus On Extasy sind Haltestellen ihres Musikerlebens, wie aber auch die Tatsache, seit 2008 die Sängerin der Band X-Perience zu sein. Bei X-O-PLANET steuert Manja die Texte und den Gesang bei.

Multi-Instrumentalist Goderic kümmert sich um die klangliche Ausgestaltung der Band-Werke. Ursprünglich noch in den Kinderschuhen an der Kirchenorgel, erlernte er später Gitarre und Bass, um dann noch an analogen Synthesizern sein Talent für die elektronischen Klänge zu erweitern.

Das Album

Werden wir nun zu Passagieren und lassen uns mitnehmen…. auf die Reise von und mit X-O-PLANET. Die PRELUDE stimmt eindrucksvoll und vom ersten Klang auf die Thematik des Extraterristischen ein. Sprachfetzen ergänzen diese Einführung und stellen kurz X-O-PLANET vor. Die Vermischung von Album-Thematik und kurzer Band-Vorstellung ist genial gelungen. CAN´T SUSTAIN beginnt sogleich angenehm im Tempo und besticht vom ersten Moment an mit brilliant klaren Synths und wirklich spannenden, zur Thematik Weltraum passenden Effekten. Wohlig warm und wohl artikuliert sich alsbald Manja und findet sich in der fließenden Melodik sehr gut ein. Während ein EXOPLANET ein Himmelskörper außerhalb unseres Sonnensystems ist und nicht von der Sonne angezogen wird, bleibt das Lied stilistisch sehr nah an dem vorigen dran.

Auch SEEK AND HIDE sticht dann wieder heraus, denn der Gesang trägt einen schön fließend durch den Song. Für meinen Geschmack ist die Balance zwischen Musik und Gesang etwas grenzwertig. Stellenweise scheint Manja hinter den Instrumenten anstehen zu müssen. Vielleicht ist das in SEEK AND HIDE auch so gewollt, aber es wäre ein Jammer, müsste der Gesang in den Hintergrund weichen. Mit PASSENGERS hören wir nun den Titeltrack, der sich komplett von den bisherigen Songs absetzt. Kuschelsynth war vorher, jetzt wird es etwas rumpeliger, etwas eckiger. Ich hoffe Manja und Goderic mögen das 80/90er-Sternchen Sandra so wie ich, denn als Manja mit dem Gesang einsetzt, wurde ich direkt ein wenig an Sandra erinnert, was durchaus an dem deutlich poppigeren Auftritt von PASSENGERS liegen könnte.

Wieder mit etwas weniger Tempo und insgesamt ruhigeren Tönen holt uns die INTERLUDE auf den Bodes des Albums zurück. Und wieder steht Manja mit ihrer tollen Stimme im Hintergrund. Allerdings passt das diesmal hervorragend und ist ganz sicher so gewollt. Genug ausgeruht und geträumt, REMEMBER läuft an und bietet einiges an Vertrautheit. Wieder ist es der Gesang der mich an etwas erinnert. Diesmal sehe ich Constance Rudert im damaligen Blutengel-Stil singen. Nur mit einem wichtigen Unterschied: Manja kann singen. Insgesamt gefällt mir dieser Song ohne Ecken und Kanten recht gut, ist aber gefährlich nah am Stil der Berliner Gothic-Formation.

x-o-planetANYWAY, der nächste Song auf PASSENGERS kommt echt stramm daher. Klanglich mit wirklich feinen Effekten verziert, sehr angenehmem Rhythmus und einem wahrlich Ohrwurm verdächtigen Refrain. Das wirklich gemeine an Dark Electronic ist, dass letztlich alle Musiker technisch irgendwo auf das gleiche Repertoire zurück greifen und sich daher schnell Ähnlichkeiten einschleichen. Deswegen stelle ich es mir wahrlich nicht einfach vor,  frische, neue Musik zu schaffen, die nicht irgendwelchen Ähnlichkeiten erliegt. In VICE VERSA singt nun erstmals Goderic dominant den Song, während Manja zum Refrain einsetzt. Während er mit einem samt growlenden Sprechgesang aufwartet, setzt sie mit ihrer glasklaren Stimme einen wunderschönen Kontrast.

Das beste kommt oftmals zum Schluss und so offenbare ich mich als Fan von OUTERSPACE. Hier sammeln X-O-PLANET noch einmal alles schöne ihres Debüt-Albums zusammen und schaffen daraus ein wirklich tolles, abwechslungsreiches Lied. Sehr angenehm wird von Anfang an recht wenig Tempo vorgelegt, ohne aber jetzt zu einer baladesken Nummer zu verkommen. Die Melodie fließt schön dahin, Manja singt den Hauptteil, Goderic kommt im Refrain unvergrummelt dazu. Ein paar Effekte obendrauf und zum Songende noch einmal richtig langsam werden. Denn jetzt folgt die POSTLUDE, das Ende des Albums im Stil der Prelude.  Dieses Stück lässt das eben gehörte Album, mit Einspielern unterlegt, noch einmal Revue passieren. Sehr beeindruckend die wohl dosiert eingesetzten, aber dafür brachialen Bass-Drums. Von denen hätte ich gerne ein wenig mehr gehört..

Fazit

Jetzt sitze ich hier, mit Kopfhörern auf dem grübelnden Kopf und weiß nicht recht, wie ich es schreiben soll. PASSENGERS ist ein tolles Album, dass es einem aber nicht wirklich einfach macht, geht es um eine faire Rezension. Eines ist klar: wir haben hier ein Album voller ehrlicher, guter, tanzbarer Musik, voller Herzblut und einem wirklich professionellen Auftritt. Warum also mein Hadern? Nun…. ich unterstelle Goderic und Manja auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung, das Album bewusst so abgemischt zu haben. Warum nun Manja´s Gesang manchmal ein wenig in der Musik untergehen soll… ich werde sie es in meiner Sendung fragen müssen. Ansonsten kämpfen X-O-PLANET ein wenig mit der Schwierigkeit, ähnlich zu werden. Ganz deutlich: keines der Lieder klingt abgekupfert oder gar am Stil einer anderen Band bedient. Und doch gab es diese zwei Momente mit Ähnlichkeiten zu anderen Gruppen. Ich bin mir sicher, dass die beiden uns auch zukünftig mit feinster elektronischer Musik begeistern werden. Denn begeistert bin ich von PASSENGERS zweifelsohne. Und wer weiß, vielleicht gibt es bis dahin X-O-PLANET mit weiteren Facetten.

Wer die Band live im Interview erleben möchte, hat am 28.6.2017 in meiner Sendung die Möglichkeit dazu.

Nächste Auftritte

30.04.2017
Intent:Outtake und X-O-Planet live zur Walpurgisnacht 30. April – 1. Mai
4rooms Leipzig, Sachsen

Sa., 13.05.2017 21:00
X-O-Planet Live in Bonn
Musikclub Session

21.07.2017
Art of Dark – Days
21. Juli – 23. Juli
Art Of Dark Köln, Nordrhein-Westfalen

Do., 07.09.2017 19:00
Decoded Feedback, ROOT4 & Guest
Nachtleben Frankfurt

Fr ., 08.09.2017 19:00
Decoded Feedback & Guests live in Rockpalast Bochum

Line-Up

Manja Kaletka (Text, Gesang)
Goderic Northstar (Musik, Keyboard, Programming, Mixing)

Homepage: http://www.x-o-planet.com
Facebook: https://www.facebook.com/XOPlanet
Youtube: http://www.youtube.com/c/Xoplanet_electronica
E-Mail: kontakt@x-o-planet.de