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Sven Rebentisch

Review: “7” Trauer ist Tanzbar Vol. 2 – Sven Rebentisch

Sven RebentischDie Band

Wer die Musik von Sven Rebentisch kennt weiß, dass er nicht nur musikalisch gerne polarisiert und alles andere als Mainstream spielt. Eine Mischung aus Techno, Dark Wave und einem Hauch EBM zwingen förmlich zum Tanzen und Feiern. Berühmt berüchtigt sind auch seine Texte, die es für gewöhnlich absolut in sich haben und nicht nur durch die Ausdrucksstärke des charismatischen Wahl-Berliners lebendig werden. Vielmehr pfeffert er deutliche Worte ungeschönt in sein Gegenüber. Ihm geht es hier einzig darum, verstanden zu werden. Für meinen Teil kann ich behaupten: ich habe verstanden. Tanzen, feiern und textlich “voll in die Fresse” kann funktionieren. Sehr gut sogar.

Das Album

Fünf Jahre nach Veröffentlichung der EP “7” Trauer ist Tanzbar Vol. 1 folgt nun die Fortsetzung der Fesselung des geneigten Zuhörers durch Musik und Lyrik. Am Freitag dem 13. April 2018 veröffentlichte Ausnahmemusiker SVEN REBENTISCH nun die Vol.2 von “7” Trauer ist tanzbar, die er zusammen mit MAX MOMENTUM erschaffen hat.

Auf der neuen EP finden sich neue Songs, aber auch Neuinterpretationen “alt”bewährter Lieder wie z.B. Durch Dich und Sommertraum.

Rebentisch

(c) Gosia Budig http://Gosia-Budig.com

Nicht dass ich es anders erwartet hätte, sprudelt mir eine kurzweilige Zeit des Kontrastes in die Ohren. Stampfende Beats und ein Hauch aggressiven Nachdrucks in einem Lied, folgt alsbald ein leichtfüssiger Dance-Track und holt mich aus der anfliegenden Melancholie zurück. 28 Minuten emotionales Auf und Ab…. Vielen Dank Herr Rebentisch 🙂

Da ist diese Mischung aus Lebensfreude und dem Sumpf tiefster Melancholie, himmelhoch jauchzend und bitter böse abrechnend, die Sven Rebentisch für mich so greifbar macht. Und mir den Menschen Sven Rebentisch auch erklärt und verständlich macht, durfte ich doch ein Interview mit ihm führen, was nicht nur Antworten lieferte, sondern durchaus auch neue Fragen aufwarf. Hört man genau zwischen die Zeilen seiner Lieder, lässt er uns reichlich in sein Innerstes schauen, hören und fühlen.

Fazit

An der EP “7” Trauer ist Tanzbar Vol. 2 gibt es so rein gar nichts auszusetzen. Musikalisch auf höchstem Niveau arrangiert, die Texte klar artikuliert und zum Mitfühlen lebendig. Die Neuinterpretationen älterer Songs sind keine Umetikettierung auf ein aktuelles Jahr, sondern mit viel Liebe zum Detail tatsächlich neu aufgelegt. Meine Highlights sind ganz klar Boderliner Bipolar, Sommertraum und Durch Dich.

Der absolute Clou: die EP kann kostenlos heruntergeladen werden. https://rebentisch.bandcamp.com/album/rebentisch-max-momentum-7-trauer-ist-tanzbar-vol-2

Tracklist

1 – Letzter Anblick (Super polyneuropathy dance mix)
2 – Durch Dich (Cruising Area rmx)
3 – Reis(s)ende Gedanken (Dreaming at the north sea rmx)
4 – Sommerrtraum (Special amok on earth rmx)
5 – Angst (Dancing over the rainbow bridge rmx)
6 – Dein Biss (Meet him at the fuckparade rmx)
7 – Borderliner Bipolar (Suck your stalker rmx)

Web

http://www.rebentisch-music.eu/
https://www.facebook.com/TrauerIstTanzbar/
https://rebentisch.bandcamp.com/

https://www.youtube.com/channel/UCVDUcbDdE4J-Qx_020KIvBw

 

Quellen:

Cover: Band-Page
Konzert-Bild: Gosia Budig http://Gosia-Budig.com

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Review: EP “Follow Me” von AURORA

Die Symphonic-Metaller AURORA veröffentlichen zweite EP

Die Band

Für mich absolute Premiere, aber ich fürchte, dass ich die 2015 gegründete Band aus Karlsruhe nicht im Ansatz so treffend beschreiben könnte, wie sie es selbst macht:

Aurora, die Schwester des Sonnengottes Sol und der Mondgöttin Luna, lebt sowohl in Dunkelheit als auch im Licht.
Angelehnt an die römische Göttin der Morgenröte spielen Aurora mit der dunklen und bedrückenden Atmosphäre der finsteren Nacht, welche von den ersten Sonnenstrahlen des anbrechenden Tages durchbrochen wird. Liebliche Klänge stehen im Wechselspiel mit modernen Gitarrenriffs und druckvollem Schlagzeug. Geführt von der Sopranstimme leitet ein Orchester ins sichere Licht, wobei der nächste Einbruch der Dunkelheit nie lange auf sich warten lässt.

Diese Beschreibung lässt viel Abwechslung und auch die eine oder andere überraschende Facette erahnen. Aber dazu jetzt mehr.

Das Album

Der EP-Opener WILL O´ THE WISP beginnt lieblich und sanft mit einer Querflöte, bis diese dann recht brachial von fetten Gitarrenriffs abgelöst wird, aber es imponieren auch gleich orchestrale Untermalungen. Laut und direkt etwas angenehm ungestüm rennt der Titel dank seines Tempos förmlich los um dann überraschend ruhig zu werden, damit sich Sängerin Johanna gebührend Gehör verschaffen kann. Die Sopranistin singt sehr deutlich und gut verständlich, was mich dem Text gut folgen lässt. Ihre recht hohe Stimmlage harmoniert perfekt mit dem düsterem instrumentellen Arrangement. Der Refrain des Songs ist dann auch sehr eingängig und geht ins Ohr. Toller Einstieg in die EP.

FLY WITH ME wartet mit einem schönen Einspieler auf um dann auch hier wieder ruhiger zu werden. Diese Wechselbäder der Geschwindigkeiten scheinen ein Anliegen der Band zu sein. Und auch in diesem Song geht Johanna mit der Stimme sehr hoch, ohne aber Gefahr zu laufen, durch überbordendes Vibrato verjammert zu klingen. Großartiger Song.

Ein Piano erklingt zum Auftakt des dritten Liedes PALE FLOWERS , die Sopranistin singt leise und gefühlvoll…. all dies leitet jetzt eine gelungene Ballade ein. Und hier stimmt (wie auch bei den vorigen Songs) einfach alles, nur dass in diesem Song noch viel Emotionen perfekt mit dem Piano untermalt werden. 

AURORA Ich werde mich da noch einmal eingängig mit der Vita von Sopranistin Johanna Braun beschäftigen müssen. Ich habe hier eine EP einer Symphonic-Metal-Band vorliegen. Und SHADOW OF THE MOON ist dieser Song, den es auf jedem Album, auf jeder EP irgendwie gibt. Der Song, der stilistisch überrascht, heraus sticht, weil er eben irgendwie anders ist. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich mutmaßen, SHADOW OF THE MOON wurde für den Tanz der Vampire als Ersatz für “Carpe Noctem” geschrieben. Im Refrain poppig, ja nahezu Musical anmutend, ansonsten AURORA-typisch metallisch im Abgang. Dieses Lied ist eine echte Überraschung und lässt einiges an musikalischer Flexibilität und Vielseitigkeit erahnen. Grandios, echt “geil” !

Für meinen Geschmack schickt mich AURORA viel zu früh mit dem LULLABY ins Bett. Gesanglich wieder sehr klassisch, die Musik schon kraftvoll, aber nicht zu “gewaltig” oder gar schnell. Das Lied plätschert angenehm dahin bis nach gut zweieinhalb die Gitarre sich mit einem gelungenen Solo verabschieden darf. Bereits in einem der vorigen Lieder fiel mir auf, dass die Karlsruher Musiker gerne einen kurzen Break für einen Stilwechsel im Song einlegen. Was bei Reden genutzt wird, um das unmittelbar zuvor Gesagte mit Nachdruck “sacken” zu lassen, gelingt auch AURORA musikalisch sehr gut. Es ist nur ein kurzer Moment, doch “weckt” dieser kurz auf um für das Folgende noch aufmerksamer zu sein. 

Fazit

FOLLOW ME ist die zweite EP der Band nach Gründung im Jahre 2015. Seitdem hat sich in der Besetzung einiges getan und ich kann der Band nur wünschen, jetzt eine finale Konstellation gefunden zu haben. So wie es jetzt ist, ist es perfekt. Die EP ist nicht nur sehr aufwändig arrangiert, sondern auch für meine Ohren sehr gut abgemischt. Alles klingt gut ausbalanciert, nichts drängt in den Vordergrund, nichts muss zurückstecken. 

AURORA´s EP FOLLOW ME ist für Fans des Symphonic Metal ein absolutes Muss !

Tracklist

1. Will o’ the Wisp 5:28
2. Fly with me 3:52
3. Pale Flowers 4:31
4. Shadow of the Moon 4:49
5. Lullaby 4:37

Line-Up

Johanna Braun
Philipp Irslinger
Markus Neuwirth
Tobias Steinhilper

Web
www.auroraband.de
facebook.com/aurorabandger
auroragermany.bandcamp.com

Das Beste zum Schluss, Ihr sollt ja nicht vom lesen abgelenkt werden .-)

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Katja von Kassel

Review: EP Katja von Kassel

“Wo Oper, Cabaret und Torch Songs sich kreuzen, entsteht ein Erdbeben der Sinne” – Katja von Kassel

Treffender als auf der Künstler-Homepage, kann man es nicht beschreiben. Die Musik der charismatischen Wahl-Londonerin ist auf eine wunderbare Weise recht speziell. Gesanglich durchaus dem Chanson und dem Stile einer Dietrich angelehnt, setzt Katja von Kassel musikalisch mit elektronischen, aber auch mal klassischen Elementen einen passenden Kontrast. Kontrastreich ist auch der Werdegang, denn sie sang in U-Bahnen, begeisterte aber auch mal in einem Swingerclub, wurde in einer Schwulenbar gar zur Ikone erklärt.

Bereits am 15. Januar 2017 veröffentlichte Katja von Kassel ihre gleichnamige EP.

Die EP beginnt mit LILI MARLENE, beginnt mit reichlich Schwung und dieser faszinierenden, fesselnden Stimme der Künstlerin. Die Kombination aus Stil, Gesang und den elektronischen Komponenten machen die Musik nahezu einzigartig.
Diese besondere Einzigartigkeit von KATJA VON KASSEL wiederholt sich in LIES recht eindrucksvoll. Ohne die elektronischen Helferlein könnte das Lied auch locker aus einer anderen Epoche stammen. Spätestens jetzt wird jeder an Marlene Dietrich oder Dita Von Teese erinnert. Interessanter Stil.

Stilistisch ähnlich erklingt IN LITTLE ROOMS. Ein gemütlicher Takt, die Stimme elektronisch belegt, aber auch in diesem Lied ist weniger mehr. Es klingt nicht übermäßig aufgebauscht und konzentriert sich tatsächlich auf das Wesentliche.
Der HIMMEL BRENNT ist ein wunderschönes, allein von Klavier begleitetes Stück zum dahin schmelzen, geprägt von melancholischer Langsamkeit und bildet so einen heftigen Kontrast zum eben gehörten Lied. Zudem stimmt es gut auf das Ende der EP ein.

Fazit

Ich muss gestehen, dass ich diesen Stil so noch nicht kannte und wohl auch ohne den Tipp eines echten Szene-Kenners so auch nicht den Schirm bekommen hätte. Und doch bin ich dankbar dafür, denn es ist wirklich eine interessante Mischung, die KATJA VON KASSEL kreiert. Sicherlich nichts für den Hardcore-Synthpopper, aber wer eine tragende weibliche Gesangsstimme mit einem ganz besonderen Charme und Stil und dezenter elektronischer Untermalung mag, wird meine Begeisterung sicher teilen.

Tracklist

1. Lili Marlene / english 03:41
2. Lies / english 05:23
3. In little rooms (Show me Love) 04:25
4. Himmel Brennt 03:05

 

katjavonkassel.bandcamp.com
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Bild: Promo-Kit

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MajorVoice

MajorVoice-Interview jetzt zum Nachhören online

Hört das Interview mit MajorVoice auf Youtube nach

Ihr hattet keine Zeit, oder die Wiederholungen auf Dark-Metal-Radio liegen für Euch zeitlich nicht günstig? Egal: hier könnt Ihr das Interview jetzt am Stück nachhören. Kleiner Wermutstropfen: die Songs von MajorVoice sind nur in den Wiederholungen auf Dark-Metal-Radio dabei 🙂

Die Sendetermine auf Dark-Metal-Radio:

montags und samstags um 10:00 und 19:00 Uhr,
donnerstags und freitags um 13:00 Uhr und
sonntags um 10:00.

Der Link zum Player: http://Laut.FM/Dark-Metal-Radio

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