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Stefan C. Schenkel

Review: “A Place Of Dream Logic” von Stefan C. Schenkel

Von epischer Filmusik bis mitreißender Synthwave – Stefan C. Schenkels Synth-Explosion

Stefan C. SchenkelDie Band

Stefan C. Schenkel ist ein Kind der 80er. Das sieht man ihm zwar nicht so an, denn er hat sich gut gehalten, aber man hört es deutlich aus seiner Musik heraus. Mitte der 90er begann er am Synthesizer zu arbeiten und fand sich in Wave, aber auch Musik für Computerspiele wieder. Junge Menschen sind wandelbar und experimentieren, bis sie endlich irgendwo ankommen. So auch Stefan Schenkel, den es dann auch mal in den progressiven Metal verschlagen hat. 2013 dann die Rückkehr in seine musikalische Heimat, der elektronischen Musik.

Das Album

Sein neuestes Album A Place Of Dream Logic folgte jetzt nicht einmal ein Jahr nach dem schon brillianten Album The Night Is Full Of Coulors. Auf dem Neuling finden sich 13 Songs, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen begeistern epische Filmusik-Tracks, die locker für den einen oder anderen Blockbuster herhalten könnten, wie First Of A New Kind und Into The Unknown. Dem gegenüber stehen dann Lieder wie In The Eye Of The Sentinel und auch Engine Ignition, die zum einen Abstecher in die dunkle Ecke Richtung Dark Wave erlauben und zudem wahre Energiebündel sind. Sie treiben an, sie reißen mit, sie beweisen die Beweglichkeit Schenkels in seiner Musik.

Und dann sind da noch diese Songs, die durch “weniger ist mehr” sehr gut wirken. Tempo raus, Melancholie und Emotionen rein und fertig sind die so willkommenen Absacker eines jeden Albums. The Remnants Of Humanity und Last Sunlight laden zum träumen und kurzem Abtauchen ein. Meine Empfehlung speziell bei diesen beiden Songs: Musik an, Welt aus und fallen lassen. Ihr werdet es nicht bereuen… versprochen.

Beeindruckend sind auch die Songs, die zusammen mit Alien Nature (Wide Open Land) und Synth-Ikone Globotom (Frozen Beauty) entstanden sind.

Stefan C. SchenkelFazit

Stefan C. Schenkels neues Album unterstreicht erneut seine Wandelbarkeit. Ihm liegt die “große” Filmmusik, im positiven vollgestopft mit Orchester und dieser wahnsinnig gelungenen Melodik, die man sonst von den großen Komponisten wie Hans Zimmer kennt. Warum Schenkels Musik nicht bereits den einen oder anderen Film begleitet, bleibt mir wohl ein Rätsel. Okay, der Husarenstreich Marke Arise von seinem vorherigen Album ist ihm diesmal nicht gelungen, aber so muss ich mich nicht in einen neuen Song von ihm verlieben.

Dennoch: A Place Of Dream Logic ist ganz großes Kino und ich würde mir wünschen, Musik von Stefan C. Schenkel genau dort mal hören zu dürfen.

Tracklist

01 – First Of A New Kind
02 – In The Eye Of The Sentinel
03 – The Remnants Of Humanity
04 – Into The Unknown
05 – A Place Of Dream Logic
06 – Jacked In
07 – Episodic Memory
08 – Engine Ignition
09 – Outrunning The Shadows
10 – Wide Open Land (feat. Alien Nature)
11 – Tribe Of The Damned
12 – Last Sunlight
13 – Frozen Beauty (feat. Globotom)

Web

https://www.facebook.com/StefanCSchenkel/
http://www.schenkel-music.de/
https://open.spotify.com/artist/5lg3YEHxfDi73U7I0JF2lO
https://www.youtube.com/channel/UCCAdop1fyZGzSLPdCUsF5oA

 
 

Quellen:

Album-Cover: Promo-Kit
Künstler-Foto: Facebook-Bandpage
 
e-bit

Double-Review: e-bit – You Get Never Enough / Overfreezed

e-bit – immer für eine Überraschung gut, oder auf der Suche nach sich selbst ?

e-bitDerzeit purzeln die Songs schneller aus dem Hause e-bit, als manche Hühner Eier legen. Am 09. Mai veröffentlichten Anika und Sigma “You Get Never Enough” und bereits fünf Tage später folgte “Overfreezed“. Bis hierhin noch keine all zu große Überraschung, denn wer das Herzblutz-Synthpop-Duo aus Berlin kennt, weiß dass sie sehr diszipliniert, strukturiert und vor allem zielstrebig arbeiten. Vielmehr überraschte mich die Gegensätzlichkeit der beiden Songs.

You Get Never Enough verwirrt den Anika-verwöhnten e-bit-Groupie nicht musikalisch, sondern gesanglich. Der Großteil des Songs wird von einem elektronisch verzierten Sigma gesungen. Frontlady Anika setzt erst zum Refrain und dann zum Ende zusammen mit Sigma ein. Verkehrte Welt am Mikrofon, was wir auch schon mit “Unite” in Kooperation mit Bi-Polar erleben durften.

Klanglich ist da diese für e-bit typische düstere Grundstimmung, die durch glasklare Synths in einen gelungenen Gegensatz gestellt wird und den Midtempo-Song mit Hilfe einer tollen Hookline nicht nur gut tanzbar, sondern auch zu einem Pflichtprogramm eines jeden Synthpop-DJ´s macht.

In meiner letzten Live-Sendung stellte ich “You Get Never Enough” vor und durfte der Band ein sehr gutes Feedback zurückmelden. Aber…. die Geister, die ich rief….. Sigma hat jetzt bewiesen, dass er singen kann. Aber die Fans wollen auf Anikas Stimme nicht verzichten. So kam von den Hörern der Wunsch nach einem Duett, den ich voll und ganz unterstütze und jetzt auf diesem Wege an die Band weiterleite: Tja, Ihr zwei….. da müsst Ihr wohl mal ran 🙂

MitOverfreezed schickten e-bit dann am 14. Mai ein Lied ins Rennen, das dem Vorigen völlig entgegen steht. Zwar trumpft Keyboarder Sigma mit gewohnt filigranem Tastenspiel auf, aber diesmal finden sich Elemente, die durchaus auch mal aus der Techno-Ecke, mal auch aus den guten alten 80ern kommen könnten. Am Mikrofon brilliert eine Anika in ihrem gesanglichen “Zuhause”. Mit wechselnden Effekten garniert, spielt sie die Bandbreite Ihrer Stimme gewohnt überzeugend aus. Mal ganz tief aus dem Bauch heraus, mal klanglich wie Eurythmics, aber immer mit einem Hauch rotznäsiger, aber stets charmanter Arroganz. Besonders schön gelungen finde ich das mehrstimmige letzte Drittel. Hier spielt Anika all ihre Trümpfe in geballter Ladung aus.

Fazit

Alles in allem bin ich nun ein wenig verstört und doch zufrieden zugleich. Sigma hat am Mikrofon einen guten Job gemacht und doch wünsche ich mir dort auch weiterhin Anika als Hauptakteurin, sehr gerne aber mit deutlich mehr Sigma als in den vergangenen Jahren im gesanglichen Background.

Beide Songs sind für e-bit typisch absolut ausgewogen arrangiert, toll umgesetzt und in gewohnter Perfektion abgemischt. Gewahrt bleibt auch der Wiedererkennungseffekt des Berliner Duos. Selbst wenn die beiden offensichtlich gerne mal etwas Neues ausprobieren, es klingt immer eindeutig nach….. e-bit

Welcher Song ist jetzt nun der bessere? Keine Ahnung. Irgendwie liegt mir der energiegeladene “Overfreezed” ein wenig mehr, aber “You Get Never Enough” ist ebenfalls ein Hammer-Song geworden. Am Ende sind beide Songs absolut gelungen und eine klare Anspiel-Empfehlung für meine geschätzten Kollegen.

Übrigens scheinen Anika und Sigma Ernst zu machen. Letztes Jahr kündigten sie in der Junction Bar ein Album für 2018 an. In “Overfreezed” findet sich nun der Albumtitel “My life Is Brilliant”. Wir dürfen also mehr als gespannt sein………

 

Live-Gigs
26.05.2018 Cafe köpenick Seelenbinderstr. 54, 12555 Berlin
 

Website: www.e-bit.org
Facebook: https://www.facebook.com/ebit.org
Reverbnation: https://www.reverbnation.com/ebit3

Composer: Siegmar Mischer
Synthesizers: Siegmar Mischer
Vocals: Anika Tornow (since 2013)
Style Beat Recordings