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PROJEKT ICH

PROJEKT ICH koppeln Single aus

“Doch das, was blieb” – die neue Single von Projekt Ich

PROJEKT ICH Nach den erfolgreichen Single-Veröffentlichung “Where Are The Angels” feat. Mick L. Angelo (5TimesZero) im
November 2017 und einer zusätzlichen Maxi-Extra-
Auskoppelung im Dezember 2017 [madbello remix edition] sowie der im Februar 2018 veröffentlichten Single “LittleStar” feat. Catrine Christensen (SoftWave) und als Vorgeschmack auf das für den Herbst / Winter 2018 geplante Debütalbum schickt Projekt Ich alias Ulf Müller mit
der Single “Doch das, was blieb”, welche am 01. Juni 2018 auf Echozone veröffentlicht wird, seinen ersten deutschsprachigen Titel ins Rennen.

Für den Gesangspart konnte Markus Kühnel (Elandor) mit
seiner eindrucksvollen Gesangsstimme gewonnen werden.

“Doch das, was blieb” soll als Anti-Kriegslied verstanden
werden. Man kann weit in die Weltgeschichte zurückblicken
und wird dabei feststellen, dass keine Zeit ohne Krieg
verging, einhergehend mit der Tötung und Unterdrückung
unzählig vieler Menschen und der Zerstörung dessen, was
dem Gegner lieb und teuer war.
‘Doch das, was blieb’ stand immer für einen Funken
Hoffnung auf ein Leben in Frieden, ein Frieden aller Völker
auf der ganzen Welt, ein Schrei nach Liebe und Vergebung
… Ob das irgendwann gelingen kann …?

PROJEKT ICH “Doch das, was blieb” beinhaltet den Originaltitel, vierzehn starke Remixe von internationalen Künstlern, eine Extended-Mix-Version und zwei Instrumentalversionen, die das
Original eindrucksvoll neu interpretieren.

Remix-Paket: madbello (NL), Hoof (NL), POS.:2 (DE),
Defiant Machines (DE), Schwarzstern (NL), Monotronic
(DE), IMUNAR (DE), Restriction 9 (SW), MonoSapien (DE),
L_igh_T (ESP), Cyborgdrive (ESP), Nature of Wires (UK),
Das FortLeben (DE) und HzweiG (DE).

Das Mastering wurde erneut von Patrick Knoch
(Elektrostaub) angefertigt. Tim Aßmann von Visionary
Moments entwarf auch für diese Single das Frontcover und
alle weiteren Grafiken.

Quellen:
Bilder und Text: Promo-Kit

Schwarzschild

Review: “Radius” von Schwarzschild

Die Synthpop-Newcomer 2016 präsentieren ihr Debüt RADIUS

Die Band

Sie sind Jugendfreunde, die beiden Musiker aus Dorsten bzw. Duisburg, kennen sich seit mehr als 20 Jahren und beschlossen vor gut einem Jahr, dunkel geprägten Synthpop zu machen. Sänger Dino hat sich bereits zuvor schon als Sänger einer Irish-Folk-Band und durch diverse Cover-Versionen in der Szene einen Namen gemacht.

Nicht ganz ein Jahr ist es her, dass ich einen der ersten Songs von Sänger Dino Serci und Keyboarder Peter Daams rezensiert habe. IN MEINEM BLUT hat mich damals wie einige andere, jetzt auch auf dem Album enthaltenen Songs in den Bann von SCHWARZSCHILD gezogen. Lebendige, brilliant-klare und frische Synthesizer-Melodien gepaart mit einer charismatischen Gesangsstimme und abgerundet mit hintergründigen Texten fesselten mich von der ersten Minute an.

Schaue ich auf die Hörer-Reaktionen beim damaligen Band-Special beim RSD-Radio zurück wird deutlich, dass die Band eine Nische für sich entdeckt hat und die Hörer begeistert. Es folgten rasch die ersten Chart-Platzierungen und voller Ungeduld und mit großen Erwartungen fiebern nun viele wie ich der Veröffentlichung des Debüt-Album RADIUS entgegen.

Das Album

Interessant gewählt ist der Name des Albums. RADIUS ist ein namentlicher Bezug einerseits auf Karl Schwarzschild, einen Astronom und Physiker, der letztlich auf Grund der Interessen der Band auch als Namensgeber für die Band gewählt wurde und den Schwarzschild-Radius definiert hat. Zudem bildet das Album den kompletten Radius des Lebens ab. Besser kann man sich einen Namen nicht aussuchen.

Zur guten Sitte eines Albums gehört inzwischen ein Intro. SCHWARZSCHILD nutzen die Gelegenheit, um mit GRAVITATIONSWELLE eindrucksvoll auf ihre Kernelemente Science Fiction und frischen Synthpop hinzuweisen. Kurz mal eine Maschinenstimme, dann eine schöne tragende Melodie und wenn es am schönsten wird… Ende. Klar, soll ja auch nur Appetit auf mehr machen. Also weiter mit AUFERSTEHEN. Dieses Lied hat mich damals schon in der noch nicht abgemischten Version begeistert. Von perfekt aufeinander abgestimmter Melodik und Rhythmik getragen, spendiert der im Sprechgesang überbrachte Text das I-Tüpfelchen. Bis der Refrain einsetzt und dem Lied damit das Sahnehäubchen aufsetzt. Eine so bittere Thematik wie Mobbing so gut zu verpacken, ist schon großes Kino.

BIS ZUM ENDE DER ZEIT ist ein Song, den die Band als erste offizielle Single ausgekoppelt hat. Damals hatten sich SCHWARZSCHILD daran versucht, die Stimme von DINO SERCI mit elektronischen Effekten zu verzieren. Das hatte mich damals schon nicht begeistert, denn ich mag eben diese warme, mal sanfte, mal rockende, aber stets klare Stimme. Der Song selber ist top, wenn da diese Verzerrung nicht wär.

Im damaligen Interview erklärte Dino auch, das Thema Vampirismus interessant zu finden und so verwundert es nicht, das Lied RUF DER NACHT auf dem Erstling zu finden. Das Lied thematisiert die Story des Blockbusters “Interview mit einem Vampir” und bildet die Handlung ab, in der Vampir Lestat de Lioncourt den nach Verlust von Frau und Kind lebensmüden Louis de Pointe du Lac durch seinen Biss zum Vampir und somit unsterblich macht. RUF DER NACHT schildert diese Szenerie aus der Sicht von Lestat de Lioncourt.  Das Lied passt sich nahtlos in die Reihe perfekter Liedgestaltung ein. Rhythmik, Melodie, Dynamik, stimmliche Dominanz und klare Artikulation… alles dabei und toll aufeinander abgestimmt.

Mit IN MEINEM BLUT kommen wir nun zu dem Song, der mich zum bekennenden SCHWARZSCHILD-Jünger werden ließ. Nicht nur, dass Dino und Peter sich hier trauen die Thematik Sucht aufzugreifen, sie setzen sie auch perfekt in Musik um. Vom Tempo her mitreißend und kurzweilig, fordert spätestens der Refrain ordentlich zum Mitsingen auf. Sänger Dino gelingt es zudem auch gut, aus der Thematik Verzweiflung, Wut und Verachtung authentisch rüberzubringen. Ganz klar einer der Top-Tracks auf RADIUS.

DER LETZTE WEG ist das nächste gelungene Experiment, mit einer schwierigen Thematik angemessen umzugehen. Langsam, traurig, voller Verzweiflung und doch entschlossen dem leidvollen Leben ein selbst gewähltes Ende zu setzen. Auch hier wieder aus der Sicht des Betroffenen erzählt möchte ich stark hoffen, dass wir hier an die Grenzen der SCHWARZSCHILD´schen Autobiographie gekommen sind. Nahezu undenkbar, aber der Song wird so authentisch präsentiert, dass man meinen muss, einer von den beiden hätte das tatsächlich so erlebt. Übles Thema, toller Song und Gänsehaut pur.

Die Fortsetzung von RUF DER NACHT heißt DAS ERWACHEN (Ruf der Nacht Part 2) und greift das Thema Interview mit einem Vampir wieder auf. Die gleiche Situation, nur erzählt jetzt der frisch gebissene Vampir Louis de Pointe du Lac von seinem Start in die Unsterblichkeit. Und wieder präsentiert Dino in seinem Gesang Faszination, Verwunderung, aber auch Zuversicht und Übermut absolut glaubwürdig und geradezu fühlbar. Heute Abend muss ich mir ersteinmal wieder den Film anschauen. Vielen Dank Ihr zwei ! 🙂

Dunkel und bedrohlich erklingt MEIN FEIND. Ein stampfender Drumbeat, klarer und effektbeladener Gesang im Wechsel berichten vom Kampf im Inneren mit sich selbst. Ich bin mir sicher, dass dieses Lied auf den Tanzflächen sehr gut ankommen wird. Dass Dino Serci auch gefühlvolle Balladen sehr gut kann, hat er in seiner musikalischen Laufbahn schon mehrfach eindrucksvoll bewiesen. Dass er das mit Band-Partner Peter auch für SCHARZSCHILD perfekt umsetzen kann, beweist HEUTE. Eine wahnsinnig gefühlvolle Ballade die von der instrumentellen Begleitung stellenweise geradezu spartanisch wirkt und so das Ohrenmerk nahezu vollständig auf Text und Gesang lenkt. Wer bei DER LETZTE WEG schon Gänsehaut bekam, erlebt jetzt den nächsten Kälteschauer. Augen zu und mitleiden; richtig gutes Lied!

Kommen wir nun zum Kernthema der Band – Science Fiction und die Frage, ob wir wirklich alleine in der Galaxie sind. Darüber ließe sich trefflich streiten, nicht aber über den treibenden und abwechslungsreichen Beat des Liedes. WIR SIND NICHT ALLEIN gehört definitiv in die Clubs und wird dort ganz sicher begeistern. Aktueller den je ist die Thematik Überforderung im Alltag, sei es beruflicher oder privater Natur, dem gesellschaftlichen Zwang folgend stets völlig Herr der Lage vorgaukelnd und Freude strahlend durch die Welt zu funktionieren. Hier kommt das perfekt inszenierte Lied ZUVIEL LEBEN ins Spiel. Ganz ehrlich: wer sich in diesem Song nicht wiederfindet, hat entweder sein Leben schon lange hinter sich oder eine Armada an Dienstboten 😉

Zur Auskopplung der Single BIS ZUM ENDE DER ZEIT konnten sich andere Bands mit Remixes einbringen. Einer davon kommt von Ray Of Hope und kann sich auch echt hören lassen. Ein wenig lebendiger als das Original, halt ein wenig anders und trotzdem echt gut.

Fazit

Das lange Warten hat sich gelohnt und Freunde des frischen, deutsch gesungenen Synthpops werden sicherlich genau so begeistert sein, wie auch ich. Nicht zu Unrecht stürmte schon die Debüt-Single in die Charts und ich bin echt gespannt, wie das Album einsteigen wird. Ein Erstling an dem es überhaupt nichts zu meckern gibt, denn die Musik ist perfekt arrangiert und abgemischt, die Texte aus dem Leben heraus gegriffen, so dass sich wirklich jeder irgendwo wiederfindet. RADIUS hat definitiv das Potential, eine der besten Scheiben des Jahres zu werden. Zu gönnen wäre es SCHWARZSCHILD auf jeden Fall!

Line-Up

Gesang: Dino Serci
Keyboard/Programming/Mixing: Peter Daams

Nächste Gigs

13.05.2017 Radius Release-Konzert Crowded House, Oberhausen
20.05.2017 Absintheria Sixtina, Leipzig
08.07.2017 In Darkness Festival Parkhaus Meiderich, Duisburg
02.09.2017 Electronic Evolution vol 1, Garage Peine
30.11.2017 Benefiz 5.0, Kulttempel Oberhausen
05.11.2017 Electronic Sounds Vol.1, Blue Shell, Köln

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https://www.youtube.com/channel/UCug-sEUq2X-VT5O6rMpdE3Q

Bilder: Promo-Kit

M.W. Wild

Release: “The Third Decade” von M.W. Wild

M.W. Wild veröffentlicht heute THE THIRD DECADE

Bereits angekündigt und von mir auch kurz rezensiert, veröffentlicht M.W. WILD heute sein Debüt-Album THE THIRD DECADE.
Euch erwartet feinster Gothic-Rock im alten Stil, ohne jedoch oldschool oder gar abgedroschen zu klingen. Ab zum Plattendealer Eures Vertrauens!

Tracklist

1 The Third Decade 03:47
2 Red Carpet 02:59
3 Marionettes 03:31
4 Writing On The Wall 04:10
5 Nobody 04:35
6 Exit The Grey 03:34
7 Dark All Over 03:58
8 Mirrors 04:34
9 Spring Again 04:13
10 Fly With Angels 04:07
11 Russian Roulette 03:44
12 Turning Leaf 06:59
13 Danubia 03:28

Line-Up

M.W.Wild

http://www.mwwild.de/

Bild: Echozone

M.W. Wild

Review: “The Third Decade” von M.W. Wild

Kann ein Debüt-Abum überzeugender sein ? M.W. Wild steht für besten Goth-Rock

Die Dark-Rock und Goth-Rock-Szene leidet unter dem fürchterlichen Trauma, dass viele Bands meinen, das Rad neu erfinden zu müssen. M.W. WILD beweist mit seinem Debüt-Album, dass das gar nicht so sein muss um zu überzeugen. Der Musiker, der 1998 THE CASCADES gründete und diese vor elf Jahren verlassen hat, steht wieder am Mikrofon. Stilistisch wohlwollend angelehnt an SISTER OF MERCY, RED LORRY YELLOW LORRY oder auch 69 EYES präsentiert er uns, melodischen, dunkel düsteren und eindrucksvoll von seiner Stimme geprägten Goth-Rock. Freunde des mainstreamigen Dark-Rocks sollten werden hier an die musikalischen Fußstapfen der dunklen Musik-Szene herangeführt. Den “Fortgeschrittenen” wird das Album auf Anhieb gefallen.

THE THIRD DECADE wird am 28.04.2017 veröffentlicht.

Tracklist

1 The Third Decade 03:47
2 Red Carpet 02:59
3 Marionettes 03:31
4 Writing On The Wall 04:10
5 Nobody 04:35
6 Exit The Grey 03:34
7 Dark All Over 03:58
8 Mirrors 04:34
9 Spring Again 04:13
10 Fly With Angels 04:07
11 Russian Roulette 03:44
12 Turning Leaf 06:59
13 Danubia 03:28

Line-Up

M.W.Wild

http://www.mwwild.de/

Bild: Echozone

POS.:2

Review: “Circuits” von POS.:2

POS.:2 – Electro Pop aus Deutschland

Die Band

POS.:2 besteht aus Matthias Grod und Thorsten Krüger, die sich eher zufällig kennen lernten. Ihr Musikstil ist geprägt von Einflüssen aus Sythpop, EBM, aber auch Dance und Trance. Zusammen ergbit das eine unwiderstehliche Mischung aus aktueller Musik mit dem Charme von durchaus auch 30 Jahre alten Songs. Die erste Veröffentlichung des Synthpop-Duos war eine Demo-CD, der dann bereits ein Jahr später das Debut-Album “now!” folgte.

Das Album

Leise anfangen, kurz aufwärmen und dann richtig loslegen. So läuft das bei 2013 gegründeten Synthpop-Band POS::2 mit dem ersten Album-Track I´M WAITING. Spannend finde ich die Stimme von Thorsten, die doch höher klingt, als ich es erwartet hätte. Aber sie arrangiert sich mit ihren Effekten sehr gut und fügt sich sehr harmonisch in das Lied ein. Mit FEELINGS starten wir auch wieder etwas ruhiger, es geht insgesamt gedämpfter zu, bis der Refrain dann melodisch einläuft und der Text von deutsch auf englisch umschaltet. Die Synthesizer-Klänge in diesem Lied erinnern mich ein klein wenig an die Italo-Pop-Zeit Ende der 80er. SO LONELY folgt dem gleichen Anfangsschema wie die beiden vorigen Songs. Ich unterstelle hier ganz klar Absicht und eine gewisse Songkultur auf CIRCUITS. Der Gesang im Refrain klingt etwas entfernt, ein Stück weit „außen vor“, was definitiv weder ungewollt noch unpassend ist. Toll gemacht.

„Und Du tanzt im NEONLICHT….“ zu POS.:2 und fühlst Dich ein wenig in der Neuen Deutschen Welle angekommen, die ja zeitlos gut ist. Ein absoluter Mitsing-Titel dessen Melodie sich recht zügig auch im Ohr festkrallt. SLEEPLESS beginnt deutlich zügiger, elanvoller als die bisherigen Songs. Hier gibt es deutlich mehr Beats, insgesamt erscheint der Song kraftvoll und zieht mit feinsten Synthesizer-Variationen und Effekten mit. Zusammen mit Sängerin Jeannette haben POS.:2 I WANNA BE FREE aufgenommen. Anfänglich etwas dunkler, geheimnisvoller einleitend, beginnt dieses schöne Duett. Hier gibt es große Emotionen gleich im Doppelpack. Auch wenn ich Gefahr laufe, bei POS.:2 in Missgunst zu geraten: I WANNA BE FREE hätte ein perfekter Tatort-Abspann sein können.

TONIGHT folgt nun wieder dem POS.:2-Schema „Leise anfangen und dann rumpeln lassen“. Der Gesang kämpft gegen den, mich an Darude erinnernden Synthesizer an, ohne aber deplatziert oder gar vernachlässigt zu wirken. Wie ein kleiner akustischer Wettkampf bei dem jedes Ohr für sich entscheiden soll, was es hören möchte. Spannend. Verlorene Kindheit lässt mich nachdenken. Musikalisch finde ich den Song nicht schlecht, aber eher unspektakulär. Dafür ist er textlich genial, nahezu inhaltsschwer. Ich werde aber auch den Eindruck nicht los, als haben POS.:2 dies bewusst so inszeniert, damit der Inhalt des Liedes im Vordergrund bleibt. Wenn dem so ist: Chapeau meine Herren. Ist sehr gut gelungen.

Mit THE GAME erleben wir einen von der ersten Sekunde an flüssigen, mitnehmenden Song voller warmer und brilliant klarer Synths, verziert mit einem Refrain, der zwar nicht gerade zum Ohrwurm mutiert, aber letztlich dann doch von mir mitgeträllert wird. Vor dem letzten Song-Drittel genehmigen die beiden Musiker eine kurze Verschnaufpause in der man nur ganz wenig aus dem Synthesizer auf die Ohren bekommt.  THERE´S STILL A CHANCE imponiert kurz mit einem kleinen Battle von Synthesizer und E-Drums. Eine wirklich schöne Idee. Im Refrain hätte ich mir etwas weniger Hall auf der Stimme gewünscht, denn diese Stimme muss sich nun wahrlich nicht verstecken.

Mein Favorit auf CIRCUITS ist ganz klar WIE IM TRAUM. Traumhaft gewohnt langsam und leise beginnend, schleicht sich ein immer lauter und aufbegehrender Synthesizer ein. Beeindruckend tempogeladen und druckvoll, der Gesang schön gegensätzlich ruhig dahinfließend.  WIE IM TRAUM macht Lust auf Dauerschleife. PERFECTION wird wieder zweisprachig gesungen, der Gesang geht mir stellenweise etwas zu hoch.

Nicht selten kommt das beste zum Schluss. So auch bei Pos.:2´s Album CIRCUITS. Mit THUNDER & SUN servieren die beiden noch einen richtig feinen Instrumentalsong. Bombastische Bässe, eine ordentlich mitnehmende Melodie und ein raffiniert komplexes Arrangement aus dem Synthesizer machen das Stück nicht nur zu einem absoluten Hörgenuss, sondern auch zu einem würdigen Album-Abschluss.

Fazit

Das zweite Album der Bielefelder Synthpopper zeigt ganz klar auf, dass ihre Schaffenskraft deutlich gereift und von POS.:2 noch Großes zu erwarten ist. Wer das Debut-Album „now“ schon mochte, findet hier dann sozusagen das Sahne- Topping, zumal CIRCUITS wirklich für jeden der feine elektronische Klänge und kraftvolle Bässe mag, etwas bereit hält.

Tracklist

1 I’m Waiting 04:26
2 Feelings 04:17
3 So Lonely 05:51
4 Neonlicht 04:25
5 Sleepless 05:22
6 I Wanna Be Free (feat. Jeannette) 05:41
7 Tonight 05:21
8 Verlorene Kindheit 04:23
9 The Game 05:00
10 There’s Still A Chance 05:17
11 Wie im Traum 05:44
12 Perfection 05:08
13 Thunder & Sun 06:00

Line-Up

Matthias Grod: songwriting, keys, production, remixes
Thorsten Krüger: lyrics, vocals, songwriting, keys

http://www.pos2-music.de/

https://www.facebook.com/pos2music

Plexiphones

Review: “Electric” und “To Be Wanted” von PLEXIPHONES

Plexiphones´ Album “Electric” und Single “To Be Wanted”

Die Band

Ich beginne meine Rezension mit einem Zitat der Band-Homepage: „Man nehme 6 Musiker unterschiedlicher Couleur und Härtegrade, gebe ihnen den Auftrag, Musik zu erfinden, die sofort ins Ohr geht, auf die der Körper anspringt und die einen irgendwie nicht mehr loslässt.“

Und wieder Mönchengladbach. Gerade erst gestern habe ich eine andere Band aus derselben Heimatstadt rezensiert. Ist Mönchengladbach nun die neue Hochburg für Synthpop und Electrorock? Wir werden es erfahren. Zumindest stellt das Statement der Band klar, dass sie ihre Musik nicht als Synthpop bezeichnet wissen wollen, denn PLEXIPHONES Musik habe Eier. Und tatsächlich trifft die Bezeichnung Electro-Rock wohl deutlich besser.

Gute fünf Jahre sind die sechs Herren nun schon musikalisch gemeinsam unterwegs und scheinen sich nicht nur in ihrer musikalischen Ausrichtung gefunden zu haben, sondern auch genau zu wissen, wie man Hörer bindet.

Das Album “Electric”

ELECTRIC wurde bereits im Oktober 2016 veröffentlicht und stürmte dann auch mal gleich die Alternative Charts von 0 auf 9. Ein weiteres Zitat: „Jede der 13 Nummern hat das Zeug dazu, auch im Radio zu funktionieren. Ein eher seltenes Phänomen, dass man bei den allermeisten Alben im Pop-Rock-Bereich heutzutage leider vermisst.“ Klare Ansage, also hören wir mal rein.

PLEXIPHONES fallen jetzt nicht gleich mit der Tür ins Haus. 40 DAYS beginnt moderat, bisschen Synth, ein wenig die Toms vom Drumset bemüht, der Stimme noch einen zarten Effekt drauf gelegt und fertig. Und ja, dieser Song funktioniert 100%ig im Radio. Die Melodie fließt, macht gute Laune, im Refrain begehrt die Lautstärke mal kurz auf, aber das war es dann auch schon. Eigentlich könnte der Song locker aus einem der 80er Blockbuster wie Footloose oder gerne auch Zurück in die Zukunft entrissen worden sein. Ein schönes Warm-Up ,welches neugierig auf das meine Neugier weckt.

Mit TAKE ME BRAKE ME wird klar, warum die Herren auch so auf die Bezeichnung Electro-ROCK bestehen: tolle Gitarrenriffs verzieren das Lied vielfach und insgesamt sind Piano und Gitarren sehr prominent in dem Song unterwegs. Das Lied geht ins Blut und muss einfach laut gehört und getanzt werden. SLOW DOWN bremst dann wirklich aus. Wunderschön wie die Percussions zur Geltung gebracht werden; das leistet sich nun nicht jede Band. Irgendwie erinnert mich der Song an Linkin Park. Macht aber nichts,  die mag ich auch.

Zeit für den Titeltrack. Inzwischen ist klar, es gibt schon so etwas wie den von mir so oft genannten „roten Faden“. Die Gitarren schön vordergründig, Drums und Percussions nicht in die letzte Reihe und dazu einen ordentlichem rockigen Gesang. Genau dem folgt halt auch ELECTRIC. Komplett aus den 80ern entrissen erscheint mir auch TO BE WANTED. Solide Synths, die Gitarren diesmal etwas leiser unterwegs, dafür die Drums prominenter. Kurzum: sehr geil.

Bei TELL IT WITH YOUR HEART kurzes Zusammenzucken meinerseits, dann die Entspannung: das Taylor-Dayne-Scheibchen heißt ja etwas anders. Also keine Cover-Gefahr und klingt auch wirklich eigenständig und nach sehr solidem Handwerk.

Mit BROKEN MAN und WAVE ME GOODBYE gibt es auch nichts zu hadern. Beide Songs sind toll zu hören, aber leider stechen sie nicht aus dem Album heraus. Während BROKEN MAN ein temporeicher Dance-Track ist, entschleunigt WAVE ME GOODBYE gleich wieder ein wenig. LOVE CHILD serviert uns nicht nur Abwechslung in Sachen Klang, sondern auch ein Wechselbad im Tempo. Mit Tempo geht es auch gleich ordentlich weiter: WE ARE REPEATING. Vorsicht Freunde, hier lauert ein fieser Ohrwurm. Mitreißend, tanzbar, geil!

Mit verstecken komme ich nicht weiter, also nun ein Ohr auf HIDE AWAY geworfen. Leise, geheimnisvoll zu Beginn. Kann das schon alles gewesen sein? Ganz klares NEIN! Insgesamt nicht so aufwändig arrangiert wie die meisten der anderen Songs, aber durchaus schön zu hören. LET IT ROLL fließt ein wenig unspektakulär dahin. Obwohl ich nicht klar bestimmen kann, was mir fehlt. Die Stimme kraftvoll, der Refrain eingängig und doch werde ich mit dem Song nicht so recht warm. Genau so geht es mir ein Stück weit auch mit PLASTIC LOVE, wobei der letzte Albumtrack zum letzten Drittel hin noch einmal richtig losgeht. Vorne nicht pfui und hinten hui.

Fazit

Wie umschreibe ich das jetzt am besten? Augen zu, ELECTRIC an und man fühlt sich wie an einem Fernsehabend in den mittleren bis späten 80ern. Hits wie Kenny Loggins Danger Zone, Highway To The Danger Zone oder auch Footloose, also genau diese Art von Musik, die sofort gute Laune macht und wo man auch gerne mal den Videorecorder zurückspult, nur um diese Songs noch einmal hören zu können. Genau diese Richtung und die Absicht radiotaugliche Lieder zu schaffen, ist den PLEXIPHONES absolut gelungen. ELECTRIC überzeugt durch eine gelungene Mixtur bestehend aus durchaus auch mal härteren Gitarrenriffs, perfekt dosierten Drums und Percussions, stets glasklaren Synths und einer dynamischen warmen Stimme. Wer die 80er und 90er liebte, der wird mit ELECTRIC alles andere als unzufrieden sein.

Tracklist

1 40 Days 04:06
2 Take Me, Break Me 04:05
3 Slow Down 04:34
4 Electric 04:12
5 To Be Wanted 04:03
6 Tell It With Your Heart 03:08
7 Broken Man 03:37
8 Wave Me Goodbye 04:18
9 Love Child (Love Light Beam Mix) 03:55
10 We Are Repeating 03:47
11 Hideaway (Shelter From The Sun Mix) 03:40
12 Let It Roll (Captain Of Your Soul Mix) 03:28
13 Plastic Love (Touch The Sky Mix) 04:14

Plexiphones

Quelle: Promo-Kit

Single-Auskopplung “To Be Wanted”

Am 27. Januar 2017 koppelten PLEXIPHONES die Single TO BE WANTED aus, auf der zusätzliche Remixes von HEIN+KLEIN, Mark Loodewijk, Alex Stroeer und Das Fortleben enthalten sind. Und hier ist er wieder: mein Kummer, mein Hadern mit Remix-Versionen. Oftmals werde ich mit den wie auch immer umgehübschten Versionen nicht warm, verliebe mich oft in das Original und nur sehr selten in einen Remix. Scheinbar ticken meine Ohren nach dem Motto: es darf keine Version neben dem Original geben. Ich erkläre mich also offiziell für befangen. Die Remixe klingen durch die Bank weg schön unterschiedlich, ähneln sich nicht sehr und kommen in Dance Clubs bei entsprechendem Ambiente mit Nebel, Strobes und Lasern sicherlich genial gut zur Geltung.

Tracklist

To Be Wanted (Single Version) 03:02
To Be Wanted (HEIN+KLEIN Deeper Edit) 03:50
To Be Wanted (Mark Loodewijk Desired Remix) 04:54
To Be Wanted (Alex Stroeer Drive Remix) 04:21
To Be Wanted (Das FortLeben Remix) 04:04
To Be Wanted (HEIN+KLEIN Latenight Remix)

Line-UP

Wolfgang Kemmerling – vocals
Christoph Brandenburg – guitar
Michael von Hehl – keyboards
Frank Mevissen – percussion
Kurt Schmidt – bass
Rüdiger Tiedemann – drums

http://www.plexiphones.com/

https://www.facebook.com/Plexiphones

https://www.youtube.com/channel/UC-oMtkmNZ8gQr5SKDTDejjA

https://www.instagram.com/plexiphones/

LOEWENHERTZ

Review: Album „Echtzeit“ von Loewenhertz

LOEWENHERTZ steht für feinsten Electropop. Neues Album kommt!

Die Band

LOEWENHERTZDer Bandname Loewenhertz lässt nun wahrlich nicht erwarten, dass diese süddeutsche Formation mit feinstem Electropop aufwartet. Stilistisch ganz nah an Depeche Mode dran, aber auch Spuren von De/Vision und Wolfsheim sind nicht zu verleugnen.

Was macht die Band nun so besonders? Unaufgeregtes Tempo, klarer Sound, tiefgründige Texte und eine sehr einprägsame, warme Stimme des Sängers Alexander Pfahler. Ihm gelingt es trefflich gut, die Songs auf der Gefühlsebene zu lenken, mal Melancholie und dann wieder Hoffnung und Lebensfreude zu vermitteln.

Das Album

Der erste Song auf ECHTZEIT hört auf den Namen IRGENDWANN und stürmte bereits die Top10 der DAC. Die erste Singleauskopplung hätte nicht besser gewählt werden können, denn IRGENDWANN verdeutlicht in vier Minuten, warum LOEWENHERTZ so erfolgreich sind: die Musik reißt einfach mit und macht gute Laune. Gleich der zweite Track UNSICHTBAR, wohl verdient unter den Top20 der DAC macht klar, dass die Band weiß, mit welcher Musik Tanzflächen gefüllt werden. GIB MIR NOCH ZEIT, an der dritter Stelle des Albums, macht dann Schluss mit lustig. Hier wird es melancholisch, schwermütig. Authentisch rüber gebracht und macht trotz der Traurigkeit wirklich Spaß beim hören. Vor allem, wenn der Song im letzten Drittel noch einmal ordentlich Fahrt aufnimmt. Diese Achterbahn der musikalischen Variationen zieht sich konsequent durch das ganze Album.

LOEWENHERTZ singen das halbe Album auf deutsch, den Rest dann englisch, aber stets klar akzentuiert und perfekt betont. Um die Texte zu verstehen, kommt der Hörer bei ECHTZEIT sehr gut ohne Lyrics aus, was mir persönlich immer sehr wichtig ist.

Das Album wird am 17.03.2017 veröffentlicht und darf mit Spannung erwartet werden. Ich verrate nur so viel: wer sie dieses Album nicht anhört, ist selber schuld.

Tracklist

1 Irgendwann 04:02
2 Unsichtbar 03:50
3 Gib mir noch Zeit 04:13
4 It’s Too Late 05:09
5 Halt mich 05:03
6 Wer sind Wir 03:40
7 Frei sein 04:00
8 Thunder 04:03
9 Winter Falls 04:07
10 Lights Of The Night 03:45
11 Spiritual Healing (Bonus Track) 04:02
12 Close Your Eyes (Bonus Track) 03:49

http://www.loewenhertz-musik.de/

https://www.facebook.com/loewenhertzmusik/

Bilder: Facebook-Bandseite

5TimesZero

Review: Album “ØK” (Zero Kelvin) von 5TimesZero

5TimesZero (00000) veröffentlichen Debut-Album “ØK”

Die Band

Es begab sich Anfang 2015, als eine neue Band das Licht der Musikwelt erblickte. 00000 oder besser 5TimesZero  lautet fortan der Name und ließ mit Spannung erwarten, welch Klänge uns diese Band nun darbieten möchte. Und es sind tolle Klänge. 5TZ verschrieben sich einem synthpoppigem Dark-Electro und ergänzen das mit gleich zwei Sängern. Nach der im Sommer 2015 veröffentlichten und erfolgreichen Debut-EP “Zero Gravity” war klar: da muss ein Album her. Da alle Nullen bereits musikalisch erfahren sind, geht es zügig voran und am 10.03.2017 veröffentlichen sie nun “ØK”. Ich durfte schon reinhören. Aber lest selbst.

Die Musik

Die Musik von 5TimesZero besticht durch kristallklare Synth-Klänge, ausgewogene Bässe, sehr eingängige Melodien, perfekt dosierten Effekten und vor allem durch zwei Gesangsstimmen. Das macht es tatsächlich wirklich spannend, denn die Stimmen könnten gegensätzlicher nicht sein. Eine absolute Hymne auf diesem Album dürfte DON´T PUSH ME sein. Bereits vor dem Album-Release ausgekoppelt, belegt die Single nun schon wohl verdient fünf Wochen Plätze in den Top20 der DAC und GEWC. Vorgeschmack gefällig? Hier das Video dazu:

Das Album

Während DON´T PUSH ME wohlig geschmeidig dahinfließt, zeigt ART OF LIVING gleich mal Ecken und Kanten mit düsterem Flair und kaltem Sprechgesang. NAKED erinnert mich stellenweise irgendwie ein wenig an David Bowie und ist nicht nur textlich (We are going to the Strip Club, just in Flip Flops…) frech unterwegs. Auch wenn ich während meiner Rezension oldschool bei Schreibtischlicht sitze, fühle ich mich in einen von Stroboskopen und Lichteffekten durchströmten Club versetzt. Kopfkino erzeugen können 5TZ also auch echt gut.

Abwechslung bietet auch PYROMANIAC. Der Song klingt bedrohlich, gefährlich und auch ein wenig unvorhersehbar. Man weiß einfach nicht, was in den nächsten fünf Sekunden passieren mag. So wechseln sich schnelle Taktfolgen mit nahen zu mystisch ruhigen Passagen ab. Gelungene musikalische Brandstiftung.
Der nächste Song auf “ØK” ist dann FROZEN. Ein fast schon rockiger Titel, den man aber unbedingt laut hören muss.

Auch an Mitsing-Möglichkeiten haben die fünf gedacht. AUGEN DER GROßSTADT ist wieder so einer der Songs, die ich mir durchaus wohlplatziert in den Charts vorstellen könnte. Auf jeden Fall als Tanzflächenfüller in den Clubs, denn Melodie und Tempo reißen einfach mit.

HIGHER SMILE ist dann auch wieder so ein Song, mit dem sich sicherlich der eine oder andere Dancefloor füllen lässt. Tempo und Melodie ziehen mit, die Beine wollen tanzen und man möchte einfach immer mehr von diesem Song. Genau so auch MY SIDE, ein Song der stellvertretend für ein das ganze Album über prominentes, aber nie übermäßig dominantes Schlagzeug steht.

Fazit

Ich habe bewusst nicht zum jedem Song meinen Senf dazu gegeben. Man muss dieses Album tatsächlich einfach selber hören. Viele der Songs lassen einen schönen Interpretationsspielraum. Der eine empfindet machen Sound als kühl und bedrohlich, andere hingegen schon als wohlig warm dahin fließend. So viel sei gesagt: auf “ØK” ist von allem etwas dabei und ich wage zu behaupten, dass es den geneigten Hörer nicht enttäuschen wird. Ich für meinen Teil bin absolut begeistert und kann es kaum erwarten, das Album in meine Sendungen einbringen zu können.

 

5TimesZeroTracklist

1 Unimportant 04:07
2 Don’t Push Me 04:29
3 Art Of Living 04:03
4 Naked 03:47
5 Instrument 03:54
6 Pyromanic 03:47
7 Frozen 04:58
8 Augen der Großstadt 03:43
9 Empty Floor 02:51
10 State Of Being 04:31
11 Higher Smile 04:20
12 My Side 05:23
13 Can I Balize You? 04:07
14 Paths 05:19

Line-Up

Jürgen Merkel – Sounds, Lyrics
Hendrik Stefenhag -Sounds
Mick Hanses – Vocals, Lyrics
Attila Schuster – Vocals, Lyrics
Carsten Rehmann – Sounds, Mixing

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Quelle Bildmaterial: Facebook Band-Seite