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IN GOOD FAITH

Review TRINITY von “In Good Faith”

Die Band

Die 1998 in Niedersachsen gegründete Synthie-Pop-Band IN GOOD FAITH lässt den Synthpop im Stile der 80er und 90er Jahre mit einem angemessenen Teil moderner Elemente weiter leben. Auch zwanzig Jahre nach Gründung bleiben sich IGF ihrem Stil und ihren Einflüssen von z.B. Depeche Mode, Static Icon, Mesh, De/Vision, Elegant Machinery, VNV Nation, Aesthetic Perfection und Skinny Puppy treu, ohne aber langweilig zu werden. Dennoch klingt die Musik der Band nicht wie ein gewöhnlicher Abklatsch, sondern glänzt vielmehr durch eine toll ausgeprägte Gesagngsstimme des Sängers Kai Vincenz Németh und hervorragend abgestimmten, brilliant-klaren und unaufgeregten Arrangements aus den Synthesizern Jörg Allenbachs.

Das Album

Ihr neues Album tauften IGF auf den Namen “Trinity” Elf Songs stehen bereit uns zu verzaubern und zu begeistern. Das Album begeistert durch eine wunderschöne Mischung aus energiegeladenen Tracks, denen dann aber auch Songs mit deutlich ruhigeren Elementen gegenüber stehen. TRINITY wird am 23.02.2018 veröffentlicht, kann (oder konnte ?) aber über die Bandpage auch im Pre-Sale ab 17.02.2018 bezogen werden.

Fazit

TRINITY ist nicht nur für die eingefleischten Fans von IN GOOD FAITH ein Muss. Wer wie ich mit dem E-Pop der 80/90er groß geworden ist, wird sich mit diesem Album wieder in die gute alte Zeit zurück versetzt fühlen, ohne aber das Moderne von heute vermissen zu müssen. Ließ die Auskopplung von CHOOSE YOUR WAY schon großes erwarten, beweisen IGF nun mit dem kompletten Album, dass sie ihre Fans nicht enttäuschen werden.

Tracklist

01. The PickUp Artist
02. Explore
03. Licht
04. About A Life
05. Choose Your Way
06. Shadows
07. I´ve Lost Control
08. Aberration
09. Lost Moments
10. Shadows (Terrolokaust Remix)
11. Love Will Tear Us Apart

Tourdaten

17.03.2018 Die Höhe, Osternienburg
01.04.2018 Depeche-Mode-Party, Bad Bodenteich
28.04.2018 Black Eleven, Zürich / Schweiz
26.05.2018 mit NEOCOMA in Thiede, Salzgitter
03.08.2018 – 05.08.2018 Berliner Gothic Treffen
27.10.2018 Schwarzschilf & In Good Faith, SubKultur, Hannover

Line-Up

Vocals: Kai Vincenz Németh
Keys: Jörg Allenbach

Web

http://ingoodfaith.de/

https://www.facebook.com/ingoodfaith.de/

Quellenangaben

Album-Cover: Facebook Band-Page

BUSSARD

Review: Album “Bussard” von BUSSARD

Die Deutschrock-Band BUSSARD hat ihr Debüt-Album veröffentlicht 

Die Band

Im Winter 2015 fanden sich die vier Musiker zusammen, schufen dann eigene Kompositionen und beweisen damit, dass gute Musik nicht auf fremde Stilelemente zurückgreifen muss. Auch personell ist die Band durchaus interessant besetzt. Zum einen mit der Schlagzeugerin BeaLin die extra Schlagzeugunterricht nahm, zum anderen verfügt BUSSARD mit Petar Bojetz über einen Wrestler der GWF, der all zu kritische Rezensenten locker zu Boden ringen könnte. 

Stilistisch liegen die Wurzeln laut Band im Hardrock der 80er und 90er Jahre, aber auch Bands wie Extrabreit, Die Toten Hosen oder Led Zeppelin inspirieren die vier Musiker.

Das Album

BUSSARDWarum die Band ihr Intro REVOLUTION genannt hat, erschließt sich mir nach knapp einer Minute. Beginnt es doch mit dem Ruf des Bussard, vermutlich hoch oben im Himmel nach Beute suchend dahin schwebend, bis dann keine Minute später die klangliche Härte der Berlin-Brandenburger Band zuschlägt: der plötzliche Wechsel der Musik, vom leichten Dahinschweben zum kraftvollen Rock ist die eigentliche Revolution. Auf jeden Fall wird deutlich, dass wir es hier mit einer von Gitarren dominierten Band zu tun bekommen.

VORHANG auf ist ein kraftvoller und angenehm schneller Opener, mit dem sich die Band dem Publikum vorstellt. Wirklich lustig finde ich die Strophe

“Für die Tratscher und die Medien sage ich hier mal gleich vorweg, erzählt doch was Ihr wollt, es interessiert uns einen Dreck!”.

Zum einen hoffe ich, dass es nicht so ist, andererseits sorgen die vier Musiker damit, dass der Hörer gleich noch genauer hinhört. Mit einem kleinen provokanten Psychotrick den Hörer fesseln… das kannte ich bisher so noch nicht, das mag ich. “… dass hier ´ne Band ist, die nach oben will….” lautet eine weitere Passage. Nach den ersten fünf Minuten des Albums habe ich schwer den Eindruck, dass dies der Band gut gelingen könnte.

Das Album BUSSARD ist eine schöne Mischung energiegeladener Songs mit reichlich Tempo (KLEINER JUNGE, LIED DES BUSSARD,) und gefühlvollen Stücken wie HERZEN IM SAND, LEERE RÄUME und DAS MEER, die stellenweise echt ordentlich unter die Haut gehen. Dann ist da noch dieser Song (IN DAS LICHT), der mit interessanten Tempi-Wechseln und zum Teil brachialen emotionalen Brüchen aufwartet und zugleich sehr gelungen eine recht sensible Thematik des Lebensmüden aufgreift. Sänger Chris verfügt über eine beachtliche Rockröhre, der er aber auch einiges an Emotionen mit auf den Weg geben kann. Wehmut, Sehnsucht, Reue und auch eine wenig Selbsthass nicht auf das gehört zu haben, was einem gesagt wurde… all das lässt sich nicht nur hören, sondern tatsächlich auch echt fühlen. Mitfühl-Musik gewissermaßen.

KOPF ODER ZAHL kann man durchaus dem progressiven Rock zuschreiben, möchte man sich den musikalischen Schubladen hingeben, räumt die Band den Gitarren doch reichlich Zeit ein, um sich angemessen zu beweisen.

Fazit

Sie haben nicht zuviel versprochen, die vier Musiker aus Berlin-Brandenburg. Es ist ihnen wirklich gut gelungen, soliden und klanglich wirklich tollen deutschsprachigen Rock authentisch aufleben zu lassen. Texte und Melodik sind durchweg sehr eingängig und laden förmlich automatisch zum mitsingen ein. An manchen Stellen wird mutig provoziert, was ich für eine so junge Band durchaus bemerkenswert finde. Nichts wäre schlimmer, als mit unbequemen Texten auf dem Erstling anzuecken. Aber die BUSSARDE haben das wirklich sehr gut gelöst. Sehe ich von diesen kleinen textlichen Sticheleien ab, kommt die Debüt-Scheibe ohne jegliche Effekthascherei aus. Alles ist handgemacht und ehrlich gerade raus. 

Das Album ist rundum gut gelungen und verdient nicht nur Beachtung, sondern sollte unbedingt gehört werden. Für Rocker mit Appetit auf von Gitarren dominierten Deutschrock mit einem Hauch der vergangenen Jahrzehnte ohne Staub ist BUSSARD definitiv ein echter Leckerbissen.

Am 09. August 2017 wird die Band live bei mir zu Gast im Sendekerker sein. Also: save the date !

Tracklist

01 – Revoultion (Intro)
02 – Vorhang auf
03 – Wir sind nicht allein
04 – Herzen im Sand
05 – Kleiner Junge
06 – Lied des Bussards
07 – Leere Räume
08 – In das Licht
09 – Feuer des Lebens
10 – Kopf oder Zahl
11 – Das Meer

Line-Up

Bea Katharina Lien
Chris “Ankoay” Hehl
Petar Bojetz
Bo Man

Web
https://www.facebook.com/Bussard-375567739302878/

Bilder: Facebook-Bandpage

Review: Eisfabrik – “Achzehnhundertunderfroren”

Schon vor dem 25.11.2016 wird es bitterkalt und wir werden dicke Jacken brauchen. Wir sind dann aber auf jeden Fall schon mal warm genug angezogen, wenn das dritte Studioalbum von EISFABRIK veröffentlicht wird. Es trägt den Namen „Achtzehnhundertunderfroren“.

Bereits vor 200 Jahren kam den Electro-Pop-Pionieren von der EISFABRIK die Idee zu ihrem aktuellen Album. Dieses Kunstwerk wurde bereits im Jahr 1816, dem “Jahr ohne Sommer”, konzipiert und trägt nicht zuletzt deshalb den Namen “Achtzehnhundertunderfroren”. Im nordamerikanischen Raum wurde das Album bereits “Eighteen hundred and frozen to death” genannt, kam aber aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen nie in Europa auf den Markt. Trotz der allgemeinen Großwetterlage ist es Eisfabrik-Forschern nun aber doch gelungen, Musiker und Masterbänder aufzutauen. Selbst eine Tournee wurde zusammengestellt, um von Eisplaneten und kalten Wintern zu berichten.

Bandgeschichte

Quelle: Promo-Kit

Quelle: Promo-Kit

Die Drei zusammen –  Dr. Schnee (Vocals), Dr. Frost (Keyboard) und °Celsius (Keyboard) – sie erzählen uns mit ihrer Musik weiter frostige Geschichten und können stolz auf ihre stetig wachsende Fangemeinde blicken. Inspiriert durch das größte Industriezentrum Alaskas in Anchorage erhielt das Projekt und das künstlerische Gesamtkonzept seinen Namen: EISFABRIK

Sie kennen sich schon seit Jahren und waren alle drei mit ihren Bands an Punkten angekommen, an denen für jeden etwas Neues her musste. Dr. Schnee und Dr. Frost hatten zuerst angefangen etwas auszuprobieren, es funktionierte auch sofort. Sie arbeiteten das Ganze weiter aus und holten Celsius mit ins Boot, mit dem das Projekt dann komplett war. Sie hatten einen super Live-Performer dazu genommen, der auch noch ein guter Organisator ist. Sie sind absolute Garanten für eine ausgewogene Mischung aus modernem Elektro mit typischen Synthie/Futurepop  und ausdrucksstarkem Gesang.

Quelle: Promo-Kit

Quelle: Promo-Kit

Tracklist

  • The Coldest Summer
  • A Murdered Love
  • Sensations Of Pain
  • Zu Den Sternen
  • Hell Is Made Of Ice
  • Love Planet 69
  • Magical Winter
  • The Survival Of The Strongest Mind
  • It’s Not Goodbye
  • Millennium Find
  • Rainbow Child
  • Die Letzte Seefahrt

Die Jungs waren als Vorgruppe von Project Pitchfork unterwegs und im Frühjahr 2016 gingen die drei Herren, gemeinsam mit den uns wohl bekannten „Düster-Rockern“ von Mono Inc. auf Tour und stellten dabei ausgiebig ihre Songs vor. Zur Freude ihrer Fans gehen die drei Kerle Ende Januar 2017 mit „Achtzehnhundertunderfroren“ auf ihre erste Tour. Sie werden uns mit den neuen Songs das Blut in den Adern gefrieren lassen und von  Eisplaneten und kalten Wintern berichten.

Eisfabrik – Nichtsommertour 

27.01.2017 Leipzig – Moritzbastei

28.01.2017 Berlin – Nuke Club

04.02.2017 Hamburg – Headcrash

10.02.2017 München – Backstage Club

11.02.2017 Frankfurt – Das Bett

17.02.2017 Bochum – Rockpalast

18.02.2017 Hannover – Lux

Fazit:

Im direkten Vergleich zu den anderen Alben, hört man auch bei diesem Album in fast jedem Song, dieses ganz individuelle Klangbild, diesen stets unverkennbaren und einzigartigen Stil, der sie zu etwas Besonderem macht. Das liegt auch nicht zu knapp, an dem in vielen Facetten und am eindeutig zu erkennenden Gesang. Dieses Album ist absolut hör- und tanzbarer Synthie/Futurepop und mit diesem Album bahnen sich die Eisfabrikanten weiter ihren Weg aus der Eiszeit.

http://www.Eismusik.de
https://www.facebook.com/eisfabrikofficial

http://www.NoCut.de

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