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MAJORVOICE

Review: “A New Chapter” von MAJORVOICE

Der Musiker im Selbstportrait

Wunder geschehen
Sehnsüchte hat jeder. Auch Dinge, die man niemals kennengelernt hat, können zu einem
echten Grundbedürfnis werden. Kinder, die niemals ihre Eltern kennengelernt haben, sehnen
sich nach elterlicher Zuneigung. Ich weiß das, denn ich bin eines von diesen Kindern. Also
baute ich mir eine Traumwelt. Eine Traumwelt, in der ich nicht einsam, verlassen und alleine
dastand.
Der Traum, für möglichst viele Menschen zu singen, war stets einer meiner Schönsten. Oft
war ich nah dran, doch immer wieder hat mich die Vergangenheit eingeholt und das
Angefangene und frisch Aufgebaute zerstört. Ich war zu einer Zeit bereits zornig, in der ein
kleiner Mensch das Wort noch nicht einmal kennen dürfte und habe viel zu früh schon Dinge
erlebt, die dies auch gerechtfertigt haben. Aber diese immerwährende Wut hat nicht
geholfen, sondern zerstört. So kam es, wie es kommen musste: falsche Freunde, falsches
Umfeld, „schiefe Bahn“. Und schon wieder waren einige Jahre verloren…
Dann der Neustart: ich wurde Koch. Grundsolide und erwachsen. Wenn man seinen
Lebenstraum des Singens über Jahrzehnte erfolglos zu erreichen versucht, gibt man
irgendwann auf. Denkt, dass man sich sein gesamtes Leben einer Illusion hingegeben hat.
Ich hatte mich damit abgefunden.
Doch es gibt ihn, diesen einen, lebensverändernden Zufall! Eines Tages habe ich in einem
Hamburger Backstagebereich für die Band MONO INC. gekocht. und hörte beim
Soundcheck eines von ihren Liedern. Als ich das Abendessen zubereitete und eben jene
Melodie vor mich hinsang, öffnete der Sänger der Band die Küchentür einen spaltbreit und
sagte sowas wie: „Hast Du nicht Deinen Beruf verfehlt“? Wir kamen ins Gespräch und 2
Stunden später passierte das Unerwartete: ich durfte als Überraschungsgast in einer
ausverkauften Halle eines ihrer Lieder singen. Was für ein Gänsehautmoment! Dass an
diesem Abend dann auch noch der Chef eines großen Plattenlabels anwesend ist mag ein
Zufall sein, aber dass ich am folgenden Tag einen Plattenvertrag unterschreiben durfte, war
für mich die späte Erfüllung eines Traumes. Wunder geschehen. Ich war dabei!

Das Album

Nachdem MAJORVOICE Ronald Zeidler bereits im Frühjahr mit seiner EP für Aufsehen sorgte, legt er nun mit seinen Debüt-Album nach. Wie auch auf der EP, tummeln sich auf dem Album Cover-Versionen von überwiegend großen Hits der musikalischen Zeitgeschichte. Dank der beeindruckenden Stimme des klassischen Opern-Basses erscheinen die Songs aber in einem völlig neuen Licht. Die Zusammenarbeit mit Produzent und Mono-Inc.-Mastermind Martin Engler steuert dann den musikalischen und sehr rockigen Anteil bei und vollendet ein betörendes musikalisches Kunstwerk.

Fazit

A NEW CHAPTER begeistert mich mit einer zum Teil völligen Neuinterpretation von Songs, die oftmals über viele Wochen in den Charts vertreten waren. Es ist tatsächlich gelungen, diesen Liedern mit rockiger Musik und dem bewegenden Gesang des Frontmannes ein neues Leben einzuhauchen. Allerdings muss ich bemängeln, dass die Musik schon sehr an Mono Inc erinnert, was letztlich auf den Produzenten zurückzuführen ist. Musikalisch top und sehr gut hörbar, aber so gelingt es MAJORVOICE natürlich nur leidlich, sich ein wenig von der befreundeten Band abzuheben. Wenn ich mir das wünschen darf, so würde ich für das nächste Album etwas mehr “Abstand” zur Musik der Hamburger Dark-Rocker wünschen. 
Hiervon abgesehen erlebte ich mit A NEW CHAPTER ein beeindruckendes Album, welches ich nur zu gerne in Dauerschleife höre. Mein Favorit ist zugleich auch der erste und eigene Song des Albums: “Shot In The Silence”, von Martin Engler für Majorvoice geschrieben.

A NEW CHAPTER wird am 24.11.2017 veröffentlicht.

Tracklist

1. Shot In The Silence
2. Stay
3. Wicked Game
4. Here With Me
5. Wonderful Life
6. The Great Commandment
7. Summertime Sadness
8. My Sick Mind TV
9. Never Let Me Down
10. White Wedding
11. Drive

Tourdaten

Subway To Sally’s Eisheilige Nächte
Als Gast bei MONO INC. mit „Set im Set“:
20.12.2017 – Stuttgart – Im Wizemann
21.12.2017 – Pratteln – Z7
22.12.2017 – Gießen – Hessenhalle
23.12.2017 – Dresden – Alter Schlachthof
26.12.2017 – Bochum – RuhrCongress
27.12.2017 – Würzburg – Posthalle
28.12.2017 – Bielefeld – Ringlokschuppen
29.12.2017 – Bremen – Pier 2
30.12.2017 – Potsdam – Metropolis-Halle

Line-Up

Vocals: Ronald Zeidler

Web
majorvoice.de/
facebook.com/MajorVoiceOfficial

Label

NoCut

Quelle: Bio und Cover: Promo-Kit

EISFABRIK

Review: EISFABRIK – Null Kelvin

Die Band

Die EISFABRIK zählt inzwischen zum festen Bestandteil der dunklen elektronischen Musik aus Deutschland. Eine sehr ausgefeilte Struktur und Arbeitsteilung unter den drei Kreativen führt dazu, dass die Band in stetiger Regelmäßigkeit neue Musik liefert.

Das Album

NULL KELVIN heißt nun das neueste Werk der EISFABRIK und beinhaltet dreizehn Songs, die abwechslungsreich arrangiert sind. Die Texte sind in deutsch und englisch gehalten, wobei der englische Anteil erwartungsgemäß überwiegt. Der für die EISFABRIK typische Stil zieht sich auch auf NULL KELVIN unverkennbar durch alle Lieder. Man hört halt sofort: das ist Eisfabrik.

Fazit

Dieser im obigen  Abschnitt benannte Stil wird auch mein größter, dafür auch einzigster Kritikpunkt.: die Musik von EISFABRIK wird vorhersehbar. Natürlich sind alle Titel neu und frisch arrangiert, aber sie erscheinen austauschbar. Und trotzdem liefern Dr. Schnee, Der Frost und Celsius erneut einen sehr gut tanzbaren Ohrenschmaus ab, den man uneingeschränkt empfehlen kann. Erhältlich ab dem 24.11.2017.

Tracklist

1. Sein erstes Lied
2. Shadows
3. Soon Enough
4. The Choice
5. Schneemann
6. White Out
7. Brother
8. Too Many Miles
9. Follow the Light
10. Payback
11. Still Alive
12. No Time for Regret
13. Sein letztes Lied

Tourdaten

Eisfabrik – Kaltgebiete-Tour
01.12.2017 – Hameln – Sumpfblume
02.12.2017 – Köln – Luxor
08.12.2017 – Nürnberg – Der Cult
09.12.2017 – Aarburg – Musigburg (CH)
15.12.2017 – Glauchau – Alte Spinnerei
16.12.2017 – Dresden – Club Puschkin
22.12.2017 – Bochum – Rockpalast
23.12.2017 – Hamburg – headCRASH
26.01.2018 – Frankfurt – Das Bett
27.01.2018 – München – Backstage
02.02.2018 – Berlin – Nuke Club
03.02.2018 – Wuppertal – LCB
10.02.2018 – Erfurt – Club From Hell

Line-Up

Dr. Schnee – Vocals
Der Frost – Keyboards
Celsius – Keyboards

Web

http://eismusik.de/

https://www.facebook.com/eisfabrikofficial/

https://www.youtube.com/user/EisfabrikOfficial

Label

NoCut

 

DEATHTINY

DEATHTINY veröffentlichen zweites Album

“Come To Life” von DEATHTINY ist draußen

Drei Jahre nach Ihrem Debut-Album ist die neue Scheibe der süddeutschen Melodic-Metal-Band zu haben. Bereits damals begeisterte die Band mit einer sehr abwechslungsreichen und dennoch authentischen Auslegung von Melodic Metal. 

Jetzt beeindrucken die musikalischen Wortspieler (Deathtiny = DEATH und DesTINY) mit elf kraftvollen und auch wieder sehr abwechslungsreichen Songs auf ihrem frisch erschienenen Album COME TO LIFE. Die Lieder reißen mit, begeistern mit tollen Melodien, zum Teil brachialen instrumentalen Exzessen und durchdachten Texten. COME TO LIFE ist ein Muss für Fans des Female Fronted Metal. 

COME TO LIFE ist ab sofort auch in unserem Dark-Metal-Radio zu hören.

Julia Mann- Vocals
Dennis Buffing- Guitars, Vocals
Anselm Wolf- Keyboards
Andreas Herzfeld- Bass
Tobias Brezler-Drums

https://www.facebook.com/DeathtinyDRU/

http://www.deathtiny.com/

MILES SHANE

Review: “#Lebe Deinen Traum” von MILES SHANE

Sänger und Tänzer MILES SHANE gibt sein musikalisches Debut

Die Band

MILES SHANE lebte einige Jahre in Berlin, bevor er im thüringischen Mühlhausen seine eigene Freizeit- und Erlebnis-Tanzschule eröffnete. Bereits September 2016 bewies er mit dem Song “Kinder an die Macht”, dass auch die Musik, seine Leidenschaft wie er selber angibt, sehr gut liegt. Seine lässt sich ohne große Mühe dem Schlager-Pop zuordnen.

Das Album

Die Songs des Tänzers und Musikers sind maßgeblich autobiografischer Natur. Zum Teil erzählen sie von seinen glücklichen, aber auch mal von den weniger schönen Momenten. MILES SHANE arbeitet viel mit Kindern, was natürlich seine Spuren hinterlässt und so hebt er ein wenig den gesellschaftskritischen Zeigefinger und weist musikalisch darauf hin, dass unsere Kinder zugleich unsere Zukunft sind und wir sie entsprechend mit ihnen umgehen sollten.

Fazit

#Lebe Deinen Traum ist ein durchaus beachtenswerter Erstling des ambitionierten Sängers. ENJOY BERLIN und KINDER AN DIE MACHT sind zwei der hervorstechenden Tracks auf dem auch sonst gut hörbaren Album.

Im Schlager-Pop noch eine Nische für eine eigene Handschrift zu finden ist nicht einfach, aber es könnte MILES SHANE durchaus gelingen. 

MILES SHANE ist ab sofort im Programm der RockPopWelle zu hören.

Tracklist

01 Lebe Deinen Traum
02 Familienglück
03 Enjoy Berlin
04 Kinder an die Macht
05 Neues Leben, neues Glück
06 Mama
07 Best Friends
08 Der Weg ist das Ziel 
09 Alles verloren
10 Kinder an die Macht (akustik)
11 Regenbogen
12 Kinder an die Macht (Video)

Web

https://www.facebook.com/miles.shane
https://www.youtube.com/channel/UCekF4zuFVf7O0-NDqWyhMUw
https://www.instagram.com/miles.shane/?hl=de

IN GOOD FAITH

IN GOOD FAITH präsentieren Single “Choose Your Way”

IN GOOD FAITH präsentieren die Ausbeute ihres Call For Remix

Die Band

IN GOOD FAITH sind eine Electro Rock/Pop/Progressive Band aus Salzgitter-Steterburg und wurden 1998 von March Damke, Ulf Wartelsteiner und Kai Németh gegründet. 
Durch den durchdringenden Sound und Kai Némeths Stimme, wurden schon beim ersten Gig in der Braunschweiger Meier-Music-Hall, 600 bis 700 Leute fasziniert.
Die damals aktuelle EP “it`s not too late” verkaufte sich restlos,ebenso wie das Album” Forward”.

IN GOOD FAITH startete im Jahre 2009 mit den Bandmitgliedern Kai Nemeth (Vox,Keys,Drums,Bass), Marc Näder (Keys,backing Vox) erneut durch und etablierte sich durch einige Live Gigs in den regionalen Clubs und konnten sich durch ihren melancholischen und eingängigen Sound, sowie der Performance und Stimme von Kai Nemeth schnell in der Braunschweiger, Peiner und sowie in der Salzgitteraner Musikszene festsetzen. 

Die Single

Nachdem IN GOOD FAITH zu Remixen zu CHOOSE YOUR WAY aufriefen, kamen dermaßen viele Ergebnisse zurück, dass die Band diese auf zwei Veröffentlichungen verteilen musste. Auf der mir vorliegenden CLUB EDITION finden sich insgesamt 12 (!!) Songs. Einmal das Original und dann 11 durch die Band weg grandiose Remixe. Sehr schön anzuhören, wie das sehr eingängige und top arrangierte Original von anderen Bands zum Teil ganz anders musikalisch interpretiert wurde. Mir fällt es tatsächlich wirklich schwer, mich auf einen Favoriten festzulegen, denn die Remixe sind wirklich alle gelungen. Das Original ist und bleibt unangefochtene Nummer eins meiner Ohren, gleich dicht gefolgt von den Remixen der Bands Desastroes und Stereomonotonie & The Dark Movement.

Fazit

Einmal IN GOOD FAITH verfallen, immer verfallen. Sie bleiben sich und ihrem Stil weiter treu und begeistern mit einem ausgewogenen Mix aus tragender Melodie, Tempo, stampfenden Beats, brilliant klaren Synths und dieser wunderschönen Stimme. Die Remixe brauchen sich ebenso wenig zu verstecken und finden sich völlig zurecht auf der Single.
Unbedingt anhören !!!

Release-Termine

1. Choose your Way – Club Edition 06. Oktober 2017
2. Choose your Way – Pop Edition 11. November 2017

Tracklist

01 Choose Your Way – In Good Faith
02 All The Ashes Rmx
03 Nordika Rmx
04 [x]-Rx Rmx
05 Ancient Step Rmx
06 Vemano Rmx
07 Desastroes Rmx
08 Adam´s Sky Rmx
09 Tragic Impulse Rmx
10 Stereomonotonie & The Dark Movement Rmx
11 Monotronic Rmx
12 DJ Malkavian Rmx

Tourdaten

16.09.2017   21:00   Lindenhalle Wolfenbüttel  
30.09.2017   20:00   Kulttempel Oberhausen
04.11.2017   20:00   Kir Hamburg 
10.11.2017   20:00   Movie Bielefeld 
25.11.2017   19:30   B58 – Braunschweigs behänder Live-Club!
08.12.2017   16:00   Klangstation (Bonn Bad-Godesberg)

Line-Up

Kai Vincenz Németh (Keys, Drums, Bass and Main Vocals) 
Jörg Allenbach (Keys)
Frank Michael Speer (Keys, Backing Vocals)
Hendrik Strehl (Drums)

Web
http://ingoodfaith.de/

https://www.facebook.com/ingoodfaith.de/

https://twitter.com/ingoodfaith1

https://plus.google.com/+ingoodfaithDe

https://www.youtube.com/user/rapid242

https://soundcloud.com/in-good-faith

https://itunes.apple.com/de/artist/in-good-faith/id888781251

Quelle: Bandprofil und Cover: In Good Faith

ALWAID

Review: “The Machine And The Beast” von ALWAID

Die französische Melodic-Metal-Band ALWAID präsentiert zweites Album

Die Band

Die Band ALWAID ist benannt nach einem Stern, der eine nächtliche und onirische Welt hervorruft, und jeder Track dieses Albums erzählt seine eigene
Geschichte, nach den verschiedenen Stadien des Schlafes, vom Aufwachen zur Bewusstlosigkeit, von Schlaflosigkeit zu
Albträumen. Die Texte sind von allen großen menschlichen Erzählungen gezeichnet, die zu unserer Phantasie sprechen und
Gefühlen, wie aber auch Mythen und Legenden, Literatur, Kunst und Kino.

Das Album

THE MACHINE AND THE BEAST nimmt uns mit auf eine Erkundung des Zyklus der Zivilisation. Die Lieder beziehen sich auf die Menschheit und deren Kampf,
sich von ihrer ursprünglichen Animalität zu befreien und Kontrolle über die Maschine zu gewinnen, die die Menschheit ins Verderben führen möchte.
Ordnung gegen Chaos, Instinkt gegen Vernunft, Wunsch nach Logik. Dieses Album zeigt uns mehrere widersprüchliche Facetten und gegensätzliche Impulse auf, die die Identität des Menschen zu einem Komplex machen.

Soweit die Aussage der Band zum Konzept des Albums. Hören wir nun auf die Songs.

Als erstes imponiert mir, wie die Band das thematische Facettenreichtum sehr gelungen in der Musik untergebracht hat. Da sind Lieder wie AMPHISBAENA, MONSTERS BY GASLIGHT oder auch THE CALL OF THE WILD, die sehr kraftvoll und schnell auftreten, gemischt mit klassischem Gesang der Sängerin Marie Perrier und den Growls von Max Renard. Dem stehen dann ganz anders wirkende Songs wie FRACTALIZED gegenüber, die zum Teil recht minimalistisch instrumental begleitet werden und damit den Gesang überdeutlich in den Vordergrund stellen. 

Das Hauptanliegen “Kontraste” verwirklichen die sechs Franzosen im Großteil der Songs sehr gut. IDLE RIDDLES AND RHYMES ist da so ein Paradebeispiel. Hier steckt irgendwie alles von ALWAID drin: ruhige balladeske Momente, schnelle und harte Kraftausbrüche und reichlich orchestrale Elemente. Und immer mittendrin der auf den Punkt gebrachte Gesang einer beeindruckenden Sängerin.

Fazit

Das nunmehr zweite Full-Lenght-Album der ambitionierten Band aus Lille überzeugt auf voller Länge. Es gibt nicht ein Lied, das man als fehlplatziert oder gar misslungen bezeichnen könnte. Jeder einzelne Song ist klar strukturiert und fügt sich absolut passend in das Gesamtkonzept von THE MACHINE AND THE BEAST ein. Durch die wohl durchdachte Mischung aus melodischen, orchestralen und auch Elementen des Power-Metal wird das Album zum Hörgenuss. Sowohl die Anhänger des Melodic Metal, als auch die Freunde des harten “Zur-Sache-Gehen” werden mit THE MACHINE AND THE BEAST absolut auf ihre Kosten kommen. 

L’amour bande, cet album est vraiment très bien vous fait! Chapeau !

Tracklist

01 Enter The Other One Inside
02 Amphisbaena
03 When Giants Wake 
05 The Whale  
06 The Lord Of Cities 
07 Monsters By Gaslight 
08 Sang Noir 
09 So The Song Went (Silent o’Moyle) 
10 Idle Riddles And Rhymes 
11 Fractalized 

Line-Up

Marie Perrier – Vocals
Simon Lamarcq – Bass
Max Renard – Guitars & backing vocals
Alexandre Wyndaele – Guitars
Laurent Feisthauer – Keyboards
Robin Grabmann – Drums

Web

Official website: www.alwaidband.com
Facebook: www.facebook.com/Alwaid.music
Reverbnation: www.reverbnation.com/alwaid
Bandcamp: www.alwaid.bandcamp.com
Soundcloud: soundcloud.com/alwaid
Youtube: www.youtube.com/channel/UCI3cHxmWQpriCFvZd89TduA

Text (Auszüge) & Bild: Promo-Kit

e-bit

Review: “Unite” von e-bit und be-polar

e-bit bekräftigen mit UNITE musikalische Kurskorrektur

Die Berliner Synthpopper Sigma und Anika von e-bit hatten bereits im Frühjahr mit STRONGER im neuen Gewand einen neuen Mix gewagt: eine Mischung aus bodenständigen Synthiepop und einem Hauch Mainstream, garniert mit einem leicht angerockten Abgang. Der Erfolg gab den beiden Recht.

Auch wenn ich noch nicht weiß wo und wann sich ihre Wege kreuzten, trafen sie nun auf den Produzenten, Sänger, Gitarristen, Bassisten und Songwriter Michael Clausen von be-polar aus Hamburg. Zusammen produzierten sie UNITE. Der Song wurde am 28.07.2017 mit einem Video aus der Schmiede der Gulasch Productions veröffentlicht.

UNITE überraschte mich gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einem ist da nun eine dominante männliche Stimme mit am Werk, das stimmliche Aushängeschild der Band, Anika setzt erst zum Refrain ein. Hier dann Überraschung zwei: die stimmlich eher tief liegende Sängerin geht mit der Stimme ungewohnt hoch, was ihr aber echt sehr gut liegt. Überraschung Nummer drei ist dann einfach das insgesamt deutlich gefälligere Auftreten des Liedes. Der Song fließt förmlich dahin und trumpft mit einem angenehmen Tempo und e-bit-typisch brilliant klaren Klängen aus dem Synthesizer.  Abgerundet mit einer elektronisch verzierten E-Gitarre formt sich UNITE zu einem sehr runden Stück Musikkunst, das eben nicht nur die eingefleischten Synthpop-Fans begeistern dürfte, sondern der Band auch eine neue Zielgruppe erschließen sollte: den Mainstream-Hörer. Zugleich machen e-bit mit dem Lied deutlich, den bereits in der Tür der dunklen Szene stehenden Fuß einen großen Schritt weiter hinein zu stellen.

Der zweite Paukenschlag der Berliner Synthpop-Band in einem halben Jahr ist bemerkenswert richtungsweisend und lässt aufhorchen. Schauen wir mal, was e-bit noch so für Überraschungen liefern.

Wie mir die Band e-bit mitgeteilt hat, ist Michael Clausen leider am 31.07.2017 überraschend und unerwartet verstorben. 

Website:                 www.e-bit.org
Facebook:             https://www.facebook.com/ebit.org
Reverbnation:     https://www.reverbnation.com/ebit3
Musik:                    Siegmar Mischer & Michael Clausen 
Vocals:                   Anika Tornow & Michael Clausen

Style Beat Recordings

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ROOT4

Review: “Walk My Way” von ROOT4

Neues Album nach Besetzungswechsel – ROOT4 kündigt Album WALK MY WAY an

Die Band

Seit 2014 machen ROOT4 im gerne verschmelzenden Bereich EBM und Dark-Electro auf sich aufmerksam. Anfänglich stand Mastermind Hauke mit Keyboarderin und Drummer auf der Bühne. Letztere sind mittlerweile aus der Band ausgeschieden, was ROOT4 aber tatsächlich gut bekommen ist. Zumindest beweist dies das neue Album WALK MY WAY.

Das Album

ROOT4 Da hat sich aber einiges im Hause ROOT4 getan. Nach dem Ausscheiden von Keyboaderin und Drummer und (wahrem) Zugewinn von Keyboarder Chris präsentieren die Electroclasher aus Rheinland-Pfalz ein neues Album. Es wird WALK MY WAY heißen und erscheint am 01. September 2017.

Wiedereinmal ist es das Facettenreichtum, dass mich an der Musik von Hauke und Chris fasziniert. Zum einen sind da recht poppige Songs wie FOLLOW ME oder auch DRUGS ARE MY MASTER dabei, stehen dann aber im Kontrast zum bewährten EBM-angelehnten ROOT4-Klang wie STRASSEN, der schon auf der letzten Tour gespielt wurde, URTEIL  und z.B. MISSVERSTÄNDNIS . Erstaunlich aber gelungen, ziehen alle Songs gut mit und haben diesen Sing-Along-Faktor, was bei deutschen und englischen Texten zudem nicht schwer fällt. Thematisch verpassen ROOT4 uns wieder einen Rundumschlag aus Sozial- und Gesellschaftskritik, aber auch den Abgründen des Lebens. Denn auch KOMM IN MEIN VERSTECK ist (wieder) mit auf dem Album, allerdings in einem aktuellen, frischeren Gewand. Den Song gab es nämlich  schon auf dem vorigen Album Vorstellungskraft und ist ein Muss bei den Live-Auftritten.

Mein absoluter Favorit ist ARSCHLICHT. Von der Aufmachung her könnte es eine Parodie sein, denn der Song beginnt mit einem kurzen Piano-Intro, wird dann gewohnt “ROOT4” und provoziert mit einem echt “interessanten” Text. Selten hat mir ein rezensierter Song ein dermaßen breites Grinsen in mein Gesicht gezimmert. 

Am klanglich recht aufwändig erscheinenden Arrangement gibt es genau so wenig zu mosern, wie der Qualität im Ganzen. WALK MY WAY ist ein bemerkenswertes Lebenszeichen der Band und zeigt eine klare Weiterentwicklung durch Zugewinn des Musikproduzenten und Keyboarder Chris. 

Tracklist

1. Stay on target 1:38
2. Come to the other side 3:42
3. Follow me 4:22
4. Strassen 4:20
5. Drugs are my master 4:50
6. Urteil 3:35
7. Missverständnis 3:36
8. Komm in mein Versteck 4:20
9. Arschlicht 2:52
10. Zum Leben erwacht 4:12
11. Follow me (Akustikversion) 3:36

Tourdaten

SEP1
Decoded Feedback, ROOT4 & Guests live in Garage Deluxe, München

SEP2
Decoded Feedback, ROOT4 u.a. in Regensburg, Kulturzentrum Alte Mälzerei

SEP4
Decoded Feedback, ROOT4 & Guests live in Berlin, Frannz Club

SEP6
Decoded Feedback, ROOT4 & Jesus Complex, SubKultur – Hannover

SEP7
Decoded Feedback, ROOT4 & Guest in Frankfurt, Nachtleben

SEP9
Decoded Feedback, ROOT4 & Guests live
Oefenbunker

SEP10
Decoded Feeback & ROOT4 at HeadCrash Hamburg

OKT13
Leæther Strip, Akalotz, ROOT4 at Rockpalast Bochum

OKT14
Leæther Strip, ROOT4, Massiv in Mensch, Club From Hell

NOV10
Schattenwelt Festival 2017

Line-Up

Hauke, Chris, Art

Web

http://root4.de/

https://www.facebook.com/ROOT4.official/

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Review: EP “Follow Me” von AURORA

Die Symphonic-Metaller AURORA veröffentlichen zweite EP

Die Band

Für mich absolute Premiere, aber ich fürchte, dass ich die 2015 gegründete Band aus Karlsruhe nicht im Ansatz so treffend beschreiben könnte, wie sie es selbst macht:

Aurora, die Schwester des Sonnengottes Sol und der Mondgöttin Luna, lebt sowohl in Dunkelheit als auch im Licht.
Angelehnt an die römische Göttin der Morgenröte spielen Aurora mit der dunklen und bedrückenden Atmosphäre der finsteren Nacht, welche von den ersten Sonnenstrahlen des anbrechenden Tages durchbrochen wird. Liebliche Klänge stehen im Wechselspiel mit modernen Gitarrenriffs und druckvollem Schlagzeug. Geführt von der Sopranstimme leitet ein Orchester ins sichere Licht, wobei der nächste Einbruch der Dunkelheit nie lange auf sich warten lässt.

Diese Beschreibung lässt viel Abwechslung und auch die eine oder andere überraschende Facette erahnen. Aber dazu jetzt mehr.

Das Album

Der EP-Opener WILL O´ THE WISP beginnt lieblich und sanft mit einer Querflöte, bis diese dann recht brachial von fetten Gitarrenriffs abgelöst wird, aber es imponieren auch gleich orchestrale Untermalungen. Laut und direkt etwas angenehm ungestüm rennt der Titel dank seines Tempos förmlich los um dann überraschend ruhig zu werden, damit sich Sängerin Johanna gebührend Gehör verschaffen kann. Die Sopranistin singt sehr deutlich und gut verständlich, was mich dem Text gut folgen lässt. Ihre recht hohe Stimmlage harmoniert perfekt mit dem düsterem instrumentellen Arrangement. Der Refrain des Songs ist dann auch sehr eingängig und geht ins Ohr. Toller Einstieg in die EP.

FLY WITH ME wartet mit einem schönen Einspieler auf um dann auch hier wieder ruhiger zu werden. Diese Wechselbäder der Geschwindigkeiten scheinen ein Anliegen der Band zu sein. Und auch in diesem Song geht Johanna mit der Stimme sehr hoch, ohne aber Gefahr zu laufen, durch überbordendes Vibrato verjammert zu klingen. Großartiger Song.

Ein Piano erklingt zum Auftakt des dritten Liedes PALE FLOWERS , die Sopranistin singt leise und gefühlvoll…. all dies leitet jetzt eine gelungene Ballade ein. Und hier stimmt (wie auch bei den vorigen Songs) einfach alles, nur dass in diesem Song noch viel Emotionen perfekt mit dem Piano untermalt werden. 

AURORA Ich werde mich da noch einmal eingängig mit der Vita von Sopranistin Johanna Braun beschäftigen müssen. Ich habe hier eine EP einer Symphonic-Metal-Band vorliegen. Und SHADOW OF THE MOON ist dieser Song, den es auf jedem Album, auf jeder EP irgendwie gibt. Der Song, der stilistisch überrascht, heraus sticht, weil er eben irgendwie anders ist. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich mutmaßen, SHADOW OF THE MOON wurde für den Tanz der Vampire als Ersatz für “Carpe Noctem” geschrieben. Im Refrain poppig, ja nahezu Musical anmutend, ansonsten AURORA-typisch metallisch im Abgang. Dieses Lied ist eine echte Überraschung und lässt einiges an musikalischer Flexibilität und Vielseitigkeit erahnen. Grandios, echt “geil” !

Für meinen Geschmack schickt mich AURORA viel zu früh mit dem LULLABY ins Bett. Gesanglich wieder sehr klassisch, die Musik schon kraftvoll, aber nicht zu “gewaltig” oder gar schnell. Das Lied plätschert angenehm dahin bis nach gut zweieinhalb die Gitarre sich mit einem gelungenen Solo verabschieden darf. Bereits in einem der vorigen Lieder fiel mir auf, dass die Karlsruher Musiker gerne einen kurzen Break für einen Stilwechsel im Song einlegen. Was bei Reden genutzt wird, um das unmittelbar zuvor Gesagte mit Nachdruck “sacken” zu lassen, gelingt auch AURORA musikalisch sehr gut. Es ist nur ein kurzer Moment, doch “weckt” dieser kurz auf um für das Folgende noch aufmerksamer zu sein. 

Fazit

FOLLOW ME ist die zweite EP der Band nach Gründung im Jahre 2015. Seitdem hat sich in der Besetzung einiges getan und ich kann der Band nur wünschen, jetzt eine finale Konstellation gefunden zu haben. So wie es jetzt ist, ist es perfekt. Die EP ist nicht nur sehr aufwändig arrangiert, sondern auch für meine Ohren sehr gut abgemischt. Alles klingt gut ausbalanciert, nichts drängt in den Vordergrund, nichts muss zurückstecken. 

AURORA´s EP FOLLOW ME ist für Fans des Symphonic Metal ein absolutes Muss !

Tracklist

1. Will o’ the Wisp 5:28
2. Fly with me 3:52
3. Pale Flowers 4:31
4. Shadow of the Moon 4:49
5. Lullaby 4:37

Line-Up

Johanna Braun
Philipp Irslinger
Markus Neuwirth
Tobias Steinhilper

Web
www.auroraband.de
facebook.com/aurorabandger
auroragermany.bandcamp.com

Das Beste zum Schluss, Ihr sollt ja nicht vom lesen abgelenkt werden .-)

BUSSARD

Review: Album “Bussard” von BUSSARD

Die Deutschrock-Band BUSSARD hat ihr Debüt-Album veröffentlicht 

Die Band

Im Winter 2015 fanden sich die vier Musiker zusammen, schufen dann eigene Kompositionen und beweisen damit, dass gute Musik nicht auf fremde Stilelemente zurückgreifen muss. Auch personell ist die Band durchaus interessant besetzt. Zum einen mit der Schlagzeugerin BeaLin die extra Schlagzeugunterricht nahm, zum anderen verfügt BUSSARD mit Petar Bojetz über einen Wrestler der GWF, der all zu kritische Rezensenten locker zu Boden ringen könnte. 

Stilistisch liegen die Wurzeln laut Band im Hardrock der 80er und 90er Jahre, aber auch Bands wie Extrabreit, Die Toten Hosen oder Led Zeppelin inspirieren die vier Musiker.

Das Album

BUSSARDWarum die Band ihr Intro REVOLUTION genannt hat, erschließt sich mir nach knapp einer Minute. Beginnt es doch mit dem Ruf des Bussard, vermutlich hoch oben im Himmel nach Beute suchend dahin schwebend, bis dann keine Minute später die klangliche Härte der Berlin-Brandenburger Band zuschlägt: der plötzliche Wechsel der Musik, vom leichten Dahinschweben zum kraftvollen Rock ist die eigentliche Revolution. Auf jeden Fall wird deutlich, dass wir es hier mit einer von Gitarren dominierten Band zu tun bekommen.

VORHANG auf ist ein kraftvoller und angenehm schneller Opener, mit dem sich die Band dem Publikum vorstellt. Wirklich lustig finde ich die Strophe

“Für die Tratscher und die Medien sage ich hier mal gleich vorweg, erzählt doch was Ihr wollt, es interessiert uns einen Dreck!”.

Zum einen hoffe ich, dass es nicht so ist, andererseits sorgen die vier Musiker damit, dass der Hörer gleich noch genauer hinhört. Mit einem kleinen provokanten Psychotrick den Hörer fesseln… das kannte ich bisher so noch nicht, das mag ich. “… dass hier ´ne Band ist, die nach oben will….” lautet eine weitere Passage. Nach den ersten fünf Minuten des Albums habe ich schwer den Eindruck, dass dies der Band gut gelingen könnte.

Das Album BUSSARD ist eine schöne Mischung energiegeladener Songs mit reichlich Tempo (KLEINER JUNGE, LIED DES BUSSARD,) und gefühlvollen Stücken wie HERZEN IM SAND, LEERE RÄUME und DAS MEER, die stellenweise echt ordentlich unter die Haut gehen. Dann ist da noch dieser Song (IN DAS LICHT), der mit interessanten Tempi-Wechseln und zum Teil brachialen emotionalen Brüchen aufwartet und zugleich sehr gelungen eine recht sensible Thematik des Lebensmüden aufgreift. Sänger Chris verfügt über eine beachtliche Rockröhre, der er aber auch einiges an Emotionen mit auf den Weg geben kann. Wehmut, Sehnsucht, Reue und auch eine wenig Selbsthass nicht auf das gehört zu haben, was einem gesagt wurde… all das lässt sich nicht nur hören, sondern tatsächlich auch echt fühlen. Mitfühl-Musik gewissermaßen.

KOPF ODER ZAHL kann man durchaus dem progressiven Rock zuschreiben, möchte man sich den musikalischen Schubladen hingeben, räumt die Band den Gitarren doch reichlich Zeit ein, um sich angemessen zu beweisen.

Fazit

Sie haben nicht zuviel versprochen, die vier Musiker aus Berlin-Brandenburg. Es ist ihnen wirklich gut gelungen, soliden und klanglich wirklich tollen deutschsprachigen Rock authentisch aufleben zu lassen. Texte und Melodik sind durchweg sehr eingängig und laden förmlich automatisch zum mitsingen ein. An manchen Stellen wird mutig provoziert, was ich für eine so junge Band durchaus bemerkenswert finde. Nichts wäre schlimmer, als mit unbequemen Texten auf dem Erstling anzuecken. Aber die BUSSARDE haben das wirklich sehr gut gelöst. Sehe ich von diesen kleinen textlichen Sticheleien ab, kommt die Debüt-Scheibe ohne jegliche Effekthascherei aus. Alles ist handgemacht und ehrlich gerade raus. 

Das Album ist rundum gut gelungen und verdient nicht nur Beachtung, sondern sollte unbedingt gehört werden. Für Rocker mit Appetit auf von Gitarren dominierten Deutschrock mit einem Hauch der vergangenen Jahrzehnte ohne Staub ist BUSSARD definitiv ein echter Leckerbissen.

Am 09. August 2017 wird die Band live bei mir zu Gast im Sendekerker sein. Also: save the date !

Tracklist

01 – Revoultion (Intro)
02 – Vorhang auf
03 – Wir sind nicht allein
04 – Herzen im Sand
05 – Kleiner Junge
06 – Lied des Bussards
07 – Leere Räume
08 – In das Licht
09 – Feuer des Lebens
10 – Kopf oder Zahl
11 – Das Meer

Line-Up

Bea Katharina Lien
Chris “Ankoay” Hehl
Petar Bojetz
Bo Man

Web
https://www.facebook.com/Bussard-375567739302878/

Bilder: Facebook-Bandpage

METEORA

Review: “Our Paradise” von METEORA

Symphonic Metal aus der Hauptstadt Ungarns – METEORA

English version below

Die Band

METEORABereits 2010 gründete sich die Band, wechselte aber bis auf Keyboarder Attila und Bassist Máté die Besetzung komplett. Ein vergangener Meilenstein war sicherlich die Veröffentlichung der EP PRICE OF SALVATION im Jahre 2014. 

Die Musik der Band zeichnet sich durch knallharten Power-Metal, verziert mit orchestralen Anteilen und einem weitestgehend klassischen Gesang der Vocalistin Noémi aus, der mit reichlich Growls kontrastiert wird. Betrachtet man die Inspirationen der Band in der Band-Bio, finden sich Größen wie Epica, Xandria, Sirenia, Nightwish und auch After Forever. Hier lässt sich schon gut erahnen, in welche musikalische Richtung die Band steuern möchte.

Das Album

Der Opener CHAINED beginnt mit einem sehr schönen orchestralen Intro, was dann aber recht raffiniert in einen kraftvollen Growling-Part mündet. Erst danach setzt Sängerin Noémi mit Ihrer hohen Stimme ein, was mich ein wenig an die Anfänge von Within Temptation erinnert. Ein wenig in die Einspieler-Trickkiste greifen METEORA bei SCAVENGERS OF VANITY, was gleich zu Beginn aufhorchen lässt und mit leicht orientalischem Flair gedankt wird.

Einen wahrlich schönen Abwechsler bieten METEORA mit den Song AVERSUM, einer sehr gefühlvollen Ballade. Dem folgt dann HERITAGE, ein kraftvoll und schnell beginnender Song, der durch eingestreutes Piano-Spiel stellenweise direkt etwas poppig, aber trotzdem – oder vielleicht gerade dadurch – echt gelungen klingt. 

Das Lied mit dem wohl schönsten Refrain ist END OF ETERNITY, den man sofort mitsingen kann. Hier wird auch erstmals der ost-europäische Touch im englischen Gesang gut hörbar. Von der Tonlage bleibt die Vocalistin deutlich unter dem bisher gehörten. Toller Song! OUR PARADISE erinnert deutlich an Nightwish was das Keyboard angeht und ist auch sonst stilistisch recht nah dran, sieht man von den Growls ab.

Fazit

Mit OUR PARADISE beweisen und METEORA, dass guter Symphonic Metal nicht zwingend aus Skandinavien kommen muss. So finden sich auf dem Album zehn recht abwechslungsreiche, aber vor allem kraftvolle und schnelle Lieder. Nun bin ich nicht gerade ein Fan der Growls, aber sie werden von der Band recht gut dosiert eingesetzt, so dass es nicht “zuviel des Guten” erscheint. Die Sängerin Noémi bewegt sich überwiegend auf einer sehr hohen Tonlage. Anfänglich dachte ich, dass ihr die tieferen Töne vielleicht nicht liegen würden, was sie aber in SCAVENGERS OF VANITY und END OF ETERNITY widerlegt. Noémi kann sehr wohl auch die dunkleren Passagen und ich würde mich freuen, da zukünftig etwas mehr hören zu dürfen. 

Ansonsten ein tolle Album, dass ich Euch nicht nur empfehlen kann, sondern das es auch ab Release am 18.06. auf DARK-METAL-RADIO zu hören geben wird.

Tracklist

1 – Chained
2 – After The Civil War
3 – Mind Sanctuary
4 – Scavengers Of Vanity
5 – Scarlet Moon
6 – Shout To Existence
7 – Aversum
8 – Heritage
9 – End Of Eternity
10 Our Paradise

Line-Up

Holló Noémi – vocal,
Király Atilla – keyboard, composing,
Barsi Evelin – drums,
Fülöp Máté – bass and growls,
Solymosi Csaba -lead guitar

Web

https://www.facebook.com/meteorabandhungary/

English version

The band

Already in 2010, the band was founded, but completely changed to the keyboardist Attila and bassist Máté. A past milestone was certainly the release of the EP PRICE OF SALVATION in 2014.

The music of the band is characterized by hard-hitting power metal, decorated with orchestral parts and a largely classical vocals of the vocalist Noémi, which is contrasting with ample growls. If you look at the band’s inspirations in the band bio, there are greats like Epica, Xandria, Sirenia, Nightwish and also After Forever. Here you can already guess the musical direction the band wants to control.

Thealbum

The opener CHAINED begins with a very nice orchestral intro, which then however very refined into a powerful growling part. After that, singer Noémi uses her high voice, which reminds me a little of the beginnings of Within Temptation. A little in the one-player trickbox METEORA at SCAVENGERS OF VANITY, which immediately starts at the beginning and with a slight oriental flair is thanked.

METEORA with the song AVERSUM, a very sensitive ballad, offer a truly nice divers. This is followed by HERITAGE, a powerful and fast-paced song which, by means of a dedicated piano-playing, sounds directly poppy, but nevertheless – or perhaps precisely because of it – sounds really successful.

The song with the most beautiful refrain is END OF ETERNITY, which can be sung immediately. Here, for the first time, the East European touch in English singing is also heard. From the pitch the vocalist remains clearly below the hitherto heard. Great song! OUR PARADISE is clearly reminiscent of Nightwish as far as the keyboard is concerned, and is otherwise quite stylistically quite close, one can see from the growls.

Conclusion

With OUR PARADISE and METEORA prove that good Symphonic Metal does not have to come from Scandinavia. So on the album ten quite varied, but above all powerful and fast songs. Now I’m not a fan of the Grwols, but they are used by the band quite well, so that it does not appear “too much of the good”. The singer Noémi moves mainly on a very high pitch. At first, I thought that the deeper sounds might not lie, but what she did in SCAVENGERS OF VANITY and END OF ETERNITY. Noémi can very well also the darker passages and I would be pleased, since in the future something more to be allowed to listen. Otherwise, a great album, that I can not only recommend you, but also the release on 18.06. On DARK-METAL-RADIO.

TIGERSCLAW

Review: “Princess Of The Dark” von TIGERSCLAW

Melodic Power Metal aus Deutschland – TIGERSCLAW

Die Band

TIGERSCLAW bezeichnen sich in ihrer Bandinfo selbst als außergewöhnliche Konstellation, wobei sich das weniger auf die Musik, als viel mehr auf die personelle Besetzung bezieht. Zum einen ist da ein Multi-Instrumentalist (Alexander Baier), der einen langjährigen musikalischen Wegbegleiter und Drummer der Band Antares (Ralf Neumann) wieder traf. Zudem stieß er auf der Suche nach einer geeigneten Sängerin auf die russische Sopranistin und Konzertpianistin Elena Minina. Trotz dieser nicht unerheblichen geografischen Entfernung gelang es der 2016 gegründeten Band, in respektabler Zeit ein Album einzuspielen. Hierfür wurden die Instrumente in einem deutschen, der Gesang in einem Moskauer Tonstudio eingespielt. Das Mastering lief dann wieder in Deutschland.

Das Album

PRINCESS OF THE DARK geht von Anfang an mächtig tempogeladen nach vorn. Sei es der Opener WORLD OF THE DEAD, der Titeltrack PRINCESS OF THE DARK oder auch STORM OF STEEL… die Musik der Band beeindruckt auf voller Länge mit dieser Mischung aus knallharten Gitarrenriffs und einer melodisch getragenen und perfekt in Szene gesetzten Gesangsstimme der Voice-Of-Russia-Finalistin. TWILIGHT OF THE GODS gibt zumindest anfänglich einen Moment der Erholung, bevor auch dieses Lied wieder Fahrt aufnimmt, seinen leicht balladesken Touch aber dennoch nicht verliert.

Im gleichen Stil schufen TIGERSCLAW auch LIKE AN ANGEL, der gelungen auf ETERNITY überleitet. Hier stimmt ein Piano stimmungsvoll mit Elenas Gesang in eine wunderschöne Ballade ein. Dankenswerter Weise hat die Band diese Single bereits ausgekoppelt, so dass Ihr sie hier mit einem angenehm minimalistisch gehaltenem Video sehen könnt:

Mit PHANTASIA endet dann die Träumerei, denn ein episches Gitarrensolo bereitet den Weg in den nächsten gelungenen Song. Sehr schön stellt die Sopranistin unter Beweis, dass sie nicht nur den klassischen Gesang sehr beeindruckend beherrscht, sondern auch durchaus mal etwas poppig singen kann, denn der Stil wird im Song mehrfach gewechselt. Insgesamt erlaubt man der E-Gitarre in PHANTASIA, sich ausgiebig und sehr beeindruckend zu inszenieren. ETERNAL FLAME und SCREAMS gehören zu den ruhigeren und melancholisch angehauchten Stücken auf PRINCES OF THE DARK, gefolgt von einem meiner Favoriten: REVELATION. Hier höre ich das erste Mal direkt und prominent die Unterstützung aus dem Synthesizer, die dem Song eine gewisse Dramatik verleiht. Zusammen mit dem Tempo und dem melodischen Gesang fließt das Lied förmlich dahin und macht Lust auf eine Endlos-Schleife im Player. 

Der Song mit dem wohl größten Überraschungspotential ist zweifelsohne CHEROKEE. Warum müsst Ihr selber hören 🙂

Die letzten beiden Songs des Albums sind SHE RIDES THE LIGHTNING und DIVINE. Erster erinnert stilistisch ein wenig an Within Temptaion, oder aber auch Epica, folgt aber dem in sich stimmigen Konzept des Albums: eine tragende, fließende Melodie und dominante Gitarrenklänge. Geschickt setzen TIGERSCLAW ein zwei Minuten langes Intro aus orchestralen Elementen, Drums und wieder dominanter Gitarre als Einstimmung auf das bevorstehende Ende des Albums ein. Jetzt klingen zwei Minuten recht viel, jedoch relativiert sich das bei einer Songlänge von knapp siebeneinhalb Minuten sofort wieder. DEVINE ist stilistisch ein gelungener Rückblick auf das Album PRINCESS OF THE DARK und zugleich ein sehr würdiger letzter Track.

Fazit

PRINCESS OF THE DARK braucht sich vor nichts und niemandem verstecken. Die Band TIGERSCLAW präsentiert hier einen wirklich sehr beeindruckenden Erstling, der mit klanglichen Facetten wahrlich voll gepackt ist, ohne jedoch überladen zu wirken. Deutlich zeigen die drei Musiker auf, dass epische Gitarrensoli, aber auch der professionell ausgebildete Gesang gleichberechtigt einfließen und sich wunderschön ergänzen können. Die Mischung des Albums mit den sehr tempogeladenen und dann aber auch moderaten, stellenweise geradezu balladesk anmutenden Liedern ist in sich absolut stimmig und für meinen Geschmack sehr gut gelungen. 

Ein Kompliment an die russische Sopranistin muss ich dennoch loswerden. ELENA MINIMA hat es geschafft, mich mit ihrer Vielseitigkeit zu begeistern. Die klassischen Gesangsanteile kommen perfekt artikuliert und sehr emotional herüber. Es fällt nicht schwer zu fühlen, was die Moskauerin zu vermitteln versucht. 

Da ich ja bekanntlich keine Sternchen oder Punkte als Bewertung vergebe… ich finde PRINCESS OF THE DARK wirklich sehr gelungen und kann dieses Album für alle Liebhaber des Meldic Metal (oder die es noch werden wollen…) nur empfehlen.

PRINCESS OF THE DARK wird am 14.07.2017 veröffentlicht.

TIGERSCLAWTracklist

1 – World Of The Dead
2 – Princess Of The Dark
3 – Strom Of Steel
4 – Twilight Of The Gods
5 – Like An Angel
6 – Eternity
7 – Phantasia
8 – Eternal Flame
9 – Screams
10 Revelation
11 Cherokee
12 She Rides The Lightning
13 Divine

Line-Up

Elena Minina – Vocals
Alexander Baier – Gitarre, Klavier und Bass
Ralf Neumann – Drums

Web

http://www.tig3r.eu/
https://www.facebook.com/tig3rsclaw
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Bildmaterial: Promo-Kit