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Review: “Blue” von LAKE OF LICKS

Lake of Licks

Review: “Blue” von LAKE OF LICKS

Lake of LicksInstrumentaler Postrock aus Berlin – Lake Of Licks

Bemusterungen mit dem Wunsch nach einer Review bekomme ich ja nun wirklich oft. Oftmals sind es diese Standard-Mails mit dem üblichen Inhalt. Etwas Band-Bio, ein paar Bilder dann ein Streaming- oder Download-Link. Ein Nachteil dieser etablierten Standards ist, dass hier nichts heraus sticht, augenscheinlich gleicht es sich. Bei der Bemusterung von LAKE OF LICKS war das komplett anders. Da kam DAS hier:


Allein für diese Idee muss man die Band schon mögen. Und sie hatten damit meine volle Aufmerksamkeit gewonnen. Sachverständigenprüfung, technische Daten, Betriebsart… man muss schon sehr gut über sich selbst lachen können, um damit auf Medienpartner zuzugehen. So etwas mag ich, das ist abseits der Routine, das rockt. Und genau so ist es auch mit der Musik der Berliner Postrocker. Nichts gewöhnliches, sondern Musik zum Fühlen und Erleben, völlig ohne Ablenkung. Aber dazu jetzt mehr in der “Sachverständigenprüfung” 🙂

Bei dem mir vorliegenden Bauteil handelt es sich um eine präzise ausgearbeite und von Ecken und Kanten befreite Kompilation. Die einzelnen musikalischen Bauelemente offenbaren eine ausgeprägte Diversität und Experimentierfreude, welche das Herz eines jeden Liebhabers der Rock-Musik höher schlagen lassen muss.

Okay Freunde, aber jetzt mal seriös und ernsthaft: wenn sich Musiker auf Ihre Fahne schreiben, in der heutigen Zeit mit rein instrumentaler Kraft und völlig ohne Gesang Menschen begeistern zu wollen, sind sie entweder unglaublich naiv, oder aber wissen ganz genau was sie können und scheuen sich nicht davor, dies notfalls mühsam umzusetzen. Das Debüt-Album “Blue” hat mit Naivität zum Glück so rein gar nichts zu tun. Mit neun Songs auf eine knappe Stunde Spielzeit zu kommen, ist schon nicht einfach, soll Langeweile vermieden werden. Und Langeweile kommt bei diesem Album ganz sicher nicht auf.

Alle Songs sind wunderbar ausgewogen und oft sehr reich an Details. Je öfter man reinhört, um so mehr kleine Feinheiten findet man zwischendrin. Auch gelingt es LAKE OF LICKS sehr gut, verschiedene Stimmungen in einem Song abzubilden und damit ohne Worte Geschichten zu erzählen. Konzeptionell dem Chillout ähnlich, dominieren hier aber Gitarren in allen möglichen Klangformen und Intensitäten. Mal gefühlvoll und akustisch, dann wieder hart und elektronisch. Die Berliner Postrocker verstehen sich darauf, modernen, progressiven Rock mit “guten alten” Klängen á la Pink Floyd zu vermischen. So erinnert Recurring Dream zum Beispiel stellenweise an den Klassiker “Another Brick In The Wall”.

Live wird die Musik von LAKE OF LICKS durch verschiedene Visuelle Effekte auf einer Leinwand begleitet. Wenngleich ich das bisher noch nicht erlebt habe, stelle ich mir das als ein sehr beeindruckendes Gesamtpaket vor.

Abschließend bleibt mir als Möchtegern-Sachverständiger nur noch, dem vorliegenden Bauteil “Debüt-Album Blue” die wohlverdiente 100%-Bewertung zukommen zu lassen; verbunden mit der Empfehlung an alle Rock-Musik-Liebhaber es mir gleich zu tun, wenn ich mir selber durch den Hörgenuss des Albums Blue eine wundervolle Zeit bereite.

 

https://www.facebook.com/lakeoflicks/

https://lakeoflicks.bandcamp.com/releases

https://www.youtube.com/channel/UC7M3VAhDlXtY7-dBuiu_Wdw

 

 

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Dirk

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