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Hazzard Of Darkness

Neue Wege gehen: Dirk-Busse-Musik und RSD-Radio gehen getrennte Wege

Jede Reise endet einmal – Dirk Busse wechselt vom RSD-Radio zum Radio Hazzard Of Darkness

Im Sommer 2015 gab ich beim RSD-Radio mein Debüt, nachdem ich bei diversen anderen Radios schon eine ordentliche Grundportion an Erfahrung gesammelt habe. An Erfahrung konnte ich beim RSD dann noch einiges zulegen und bin sehr dankbar für die tolle Zeit dort.

Doch nun geht es weiter zum großen Szene-Radio Hazzard Of Darkness. Dort werde ich nun ab 16. Oktober 2018 jeden Dienstag ab 21:00 auflegen und würde mich natürlich freuen, Euch auch dort weiterhin mit feinster Musik verwöhnen zu dürfen.

Die WochenStarthilfe als Sendeformat hat somit ausgedient und wird eingestellt.

Für meine musikalischen Partner lohnt sich der Wechsel tatsächlich auch, denn das Hazzard Of Darkness verfügt über eine sehr große und treue Hörerschaft. Wir erreichen also noch mehr Menschen als je zuvor…..

http://www.radio-hazzardofdarkness.de/news.php

Safiya Kaygin (Alyzee) im Interview / Podcast

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Retrojunkies im Interview / Podcast – Dirk Busse Musik

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MUSIKTELEGRAF

Mein neues Musik-Webzine startet: “Musiktelegraf”

Die Internet-Präsenz der Dirk-Busse-Musik wird weiter ausgebaut: ein neues Musik-Webzine entsteht…. MUSIKTELEGRAF

Aus der Idee, zu meiner Webradio-Moderation ein eigenes Projekt zu schaffen (Dirk-Busse-Musik) um mehr Kontakte rund um die Musik zu erhalten, hat sich in nicht einmal drei Jahren ein ordentliches “Drumherum” entwickelt. Mittlerweile versorgen mich weit über 40 Label, Agenturen und Musiker mit ihren Neuigkeiten. Bereits kurz nach Beginn der Ära Dirk-Busse-Musik eröffnete ich das Dark-Metal-Radio, um all die von meinen Partnern angebotenen Bands auch spielen zu können. Mit nur ein bis zwei Sendungen pro Woche als Moderator beim RSD-Radio, war das in diesem Umfang überhaupt nicht möglich. Ein Jahr später folgte, nicht zuletzt durch den Zugewinn dreier großer, genre-offener Agenturen, die Eröffnung der RockPopWelle. Dort laufen fortan alle Bands, die mit Dark & Metal eher nicht viel zu tun haben.

Und so gut sich beide Radios auch entwickeln, die große Menschenmenge ist damit nicht zu erreichen. Webradio ist nach wie vor eher eine Nische, als ein alltägliches Massenmedium. Anders ist es hingegen, wenn es um die Informationsbeschaffung geht. Wir alle sitzen tagtäglich Stunden vor dem PC, auf der Suche nach Neuigkeiten aus aller Welt und unseren eigenen Interessengebieten. Hier setzt nun ab 01. August 2018 der Musiktelegraf an.

Ziel des Musiktelegrafen ist es, vorerst weiterhin nicht-kommerziell kontinuierlich möglichst viele Neuigkeiten zu veröffentlichen. Im Vordergrund stehen die Pressemeldungen meiner Partner, aber natürlich bleiben auch Rezensionen und Interviews weiterhin fester Bestandteil meiner – unserer – Arbeit. Vieles wird zukünftig vorrangig in Schriftform veröffentlicht, allen voran die Interviews. Mit dem Ziel noch mehr Interessierte zu erreichen, als mit Radio-Wiederholungen und Youtube-Videos. Für´s erste wird es eine Mixtur aus diesen drei Medien werden.

Durch die Geburt des Musiktelegrafen ist der große Umfang der Homepage Dirk-Busse-Musik.de nicht mehr erforderlich, sie wird zukünftig das Projekt an sich repräsentieren. All Eure Verlinkungen auf bisherige Artikel bleiben aktiv, die Beiträge bleiben auf Dirk-Busse-Musik erreichbar, werden aber nicht mehr im Menü geführt.

Um ein Webzine bestmöglich im Netz zu etablieren, bedarf es eines einprägsamen Namens. Ich persönliche finde meinen Namen Dirk Busse ja ganz nett, aber für ein Webzine eignet er sich dann eher nicht. So auch meine Ranking-Beobachtungen der letzten Monate.

Jetzt also der Musiktelegraf….. Ich hoffe, dass wir alle – Ihr als Freunde, Partner und Musiker und ich als hochmotivierter Hobby-Musikverrückter – durch das neue Webzine noch mehr für EURE Musik begeistern können und freue mich auf eine weitere, nun noch intensivere und professionellere Zusammenarbeit.

Es wäre mir eine große Freude, wenn Ihr den Musiktelegraf, mit oder ohne Banner, auf Euren Homepages verlinken würdet.

https://Musiktelegraf.de
https://www.facebook.com/Musiktelegraf/
https://twitter.com/musiktelegraf
https://plus.google.com/u/0/114406893269705377396

 

GHOST BASTERDS

Fünf Köpfe, ein Herz und eine Seele – GHOST BASTERDS

GHOST BASTERDSPositiv verrückte, künstlerisch gewollt wahnsinnige und kalkuliert ausflippende Kapellen gibt es zahllose im harten Bereich. Doch eher wenige der ganzen schockwilligen Krawallmacher legen bei aller inszenierten Wildheit und wütend zur Schau gestellten Rebellion auch ehrlichen Wert auf real-thematische Tiefe.

Und genau in letzterer Sparte verwirklichen sich fünf verbündete Individualisten aus Dormagen bei Köln/Düsseldorf.

GHOST BASTERDS – der Bandname ist Programm!

Während der so genannte ‚Gesellschaftliche Mainstream‘ auf der ganzen Welt überwiegend längst zu einem seelenlosen Gespenst mutiert ist, sterben beherzte Rabauken nämlich nicht aus, die den Verblendeten und Verwirrten meinungsmutig entgegen treten.
Direkte Kante ist hier also angesagt.

GHOST BASTERDS
Der vital-brachiale GROOVE METAL des flüssig zockenden Fünfers schrubbt mit harten Ellenbogen-Riffs ins Gehör, unterlegt von treibenden Melodien, die als flotte Rutschbahn dienen.

Vokalist Erik Krüger bringt sich mit aggressiv-scharfen Shouts und überraschendem Clean-Gesang in den Vordergrund, wobei er gleichsam mit Stimmvolumen und Variantenklarheit überzeugen kann.

Auch das Bühnenbild des auffällig geschminkten, sinnbildlich schwarz sehenden und sich selbst zur Weißglut treibenden Trupps erzeugt eine ganz spezielle, einzigartige Stimmung.

Ob englische oder deutsche Texte, die Hauptsache ist dem Fünferpack, dass es lyrisch so richtig kesselt.

So war es auch keine Frage von langer Zeit, bis Stilfindung und textliche Ausrichtung bei GHOST BASTERDS glasklar fokussiert waren.

Am 20. März 2018 präsentierten die lautstarken Quertreiber ihre Single mit dem massenmedial treffenden Titel “Sell Yourself”, zu der auch ein Musikvideo produziert wurde:

Das Video zu “Sell Yourself” wurde mit Vito Image an vier Drehtagen und vier Drehorten produziert. Im Lied geht es darum, wie ein gierig berechnender Plattenboss seine Künstler nur ausnutzt, mit fiesen Knebelverträgen bindet, sie anschließend kaltherzig fallen lässt und am Ende der einzige Beteiligte ist, ist der wirklich abkassiert.
“Genaues Hingucken ist angesagt”, lässt die Bande dazu keck verlauten, und fügt noch die Frage an: “Ist da etwa ein bekanntes Jurymitglied einer Castingshow zu sehen?”

Am 21. Mai 2018 ließen GHOST BASTERDS ihre 2. Single “Wahrheit oder Pflicht” im Rahmen ihrer Until You Bleed Tour folgen, wofür die Band erneut auch mit einem kernigen Musikvideo an den Start ging:

Zu Beginn des Jahres 2016 als Rock und Metal-Coverband gegründet, bestehen GHOST BASTERDS seit Anfang 2017 neben Frontmann Krüger aus den beiden Gitarristen Sascha Bordelius und Justin Seferi, vervollständigt von Bassist Andreas Kuznik und Schlagzeuger Martin Stein.

Seit Anfang 2018 sind die Musiker mit eigenem Songmaterial auch live unterwegs – und Freunde von derlei frenetischem, bewegungsfreudigem Klang-Alarm können sich in 2018 auf etliche Konzerte der Formation freuen.

 

GHOST BASTERDS

 

https://www.facebook.com/ghostbasterds/

https://www.ghostbasterds.com/

Quellen:
Text, Bandlogo und Bandfoto Pressekit Metalmessage PR, Markus Eck
Tour-Banner: Facebook-Bandpage

 

Happy Birthday – Das RSD-Radio wird neun !!

Hochqualitative Moderation und musikalische Bandbreite – ein Konzept setzt sich durch

Vor neun Jahren startete Inhaber Frank Somalus einen Tag vor seinem Geburtstag seinen Traum: ein Webradio, dass sich aber von den üblichen Chat-Radios absetzen sollte. Zudem legte er von Anfang an großen Wert auf hochqualitative Moderation, sei es technisch, wie aber auch was die Moderatoren selbst angeht. Dies paarte er dann mit einer musikalischen Bandbreite von Prog-Rock bis hin zum Gothic… sein Team liefert alle Facetten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Webradios besteht das RSD-Radio nun auch noch neun Jahre nach Gründung und beweist damit, dass Webradio durchaus “funktionieren” kann. Wenn das Konzept stimmt……..

Happy Birthday RSD-Radio und immer eine Handvoll Hörer auf dem Stream wünscht der Dirk 🙂

http://RSD-Radio.com

Lake of Licks

Review: “Blue” von LAKE OF LICKS

Lake of LicksInstrumentaler Postrock aus Berlin – Lake Of Licks

Bemusterungen mit dem Wunsch nach einer Review bekomme ich ja nun wirklich oft. Oftmals sind es diese Standard-Mails mit dem üblichen Inhalt. Etwas Band-Bio, ein paar Bilder dann ein Streaming- oder Download-Link. Ein Nachteil dieser etablierten Standards ist, dass hier nichts heraus sticht, augenscheinlich gleicht es sich. Bei der Bemusterung von LAKE OF LICKS war das komplett anders. Da kam DAS hier:


Allein für diese Idee muss man die Band schon mögen. Und sie hatten damit meine volle Aufmerksamkeit gewonnen. Sachverständigenprüfung, technische Daten, Betriebsart… man muss schon sehr gut über sich selbst lachen können, um damit auf Medienpartner zuzugehen. So etwas mag ich, das ist abseits der Routine, das rockt. Und genau so ist es auch mit der Musik der Berliner Postrocker. Nichts gewöhnliches, sondern Musik zum Fühlen und Erleben, völlig ohne Ablenkung. Aber dazu jetzt mehr in der “Sachverständigenprüfung” 🙂

Bei dem mir vorliegenden Bauteil handelt es sich um eine präzise ausgearbeite und von Ecken und Kanten befreite Kompilation. Die einzelnen musikalischen Bauelemente offenbaren eine ausgeprägte Diversität und Experimentierfreude, welche das Herz eines jeden Liebhabers der Rock-Musik höher schlagen lassen muss.

Okay Freunde, aber jetzt mal seriös und ernsthaft: wenn sich Musiker auf Ihre Fahne schreiben, in der heutigen Zeit mit rein instrumentaler Kraft und völlig ohne Gesang Menschen begeistern zu wollen, sind sie entweder unglaublich naiv, oder aber wissen ganz genau was sie können und scheuen sich nicht davor, dies notfalls mühsam umzusetzen. Das Debüt-Album “Blue” hat mit Naivität zum Glück so rein gar nichts zu tun. Mit neun Songs auf eine knappe Stunde Spielzeit zu kommen, ist schon nicht einfach, soll Langeweile vermieden werden. Und Langeweile kommt bei diesem Album ganz sicher nicht auf.

Alle Songs sind wunderbar ausgewogen und oft sehr reich an Details. Je öfter man reinhört, um so mehr kleine Feinheiten findet man zwischendrin. Auch gelingt es LAKE OF LICKS sehr gut, verschiedene Stimmungen in einem Song abzubilden und damit ohne Worte Geschichten zu erzählen. Konzeptionell dem Chillout ähnlich, dominieren hier aber Gitarren in allen möglichen Klangformen und Intensitäten. Mal gefühlvoll und akustisch, dann wieder hart und elektronisch. Die Berliner Postrocker verstehen sich darauf, modernen, progressiven Rock mit “guten alten” Klängen á la Pink Floyd zu vermischen. So erinnert Recurring Dream zum Beispiel stellenweise an den Klassiker “Another Brick In The Wall”.

Live wird die Musik von LAKE OF LICKS durch verschiedene Visuelle Effekte auf einer Leinwand begleitet. Wenngleich ich das bisher noch nicht erlebt habe, stelle ich mir das als ein sehr beeindruckendes Gesamtpaket vor.

Abschließend bleibt mir als Möchtegern-Sachverständiger nur noch, dem vorliegenden Bauteil “Debüt-Album Blue” die wohlverdiente 100%-Bewertung zukommen zu lassen; verbunden mit der Empfehlung an alle Rock-Musik-Liebhaber es mir gleich zu tun, wenn ich mir selber durch den Hörgenuss des Albums Blue eine wundervolle Zeit bereite.

 

https://www.facebook.com/lakeoflicks/

https://lakeoflicks.bandcamp.com/releases

https://www.youtube.com/channel/UC7M3VAhDlXtY7-dBuiu_Wdw

 

 

Stefan C. Schenkel

Review: “A Place Of Dream Logic” von Stefan C. Schenkel

Von epischer Filmusik bis mitreißender Synthwave – Stefan C. Schenkels Synth-Explosion

Stefan C. SchenkelDie Band

Stefan C. Schenkel ist ein Kind der 80er. Das sieht man ihm zwar nicht so an, denn er hat sich gut gehalten, aber man hört es deutlich aus seiner Musik heraus. Mitte der 90er begann er am Synthesizer zu arbeiten und fand sich in Wave, aber auch Musik für Computerspiele wieder. Junge Menschen sind wandelbar und experimentieren, bis sie endlich irgendwo ankommen. So auch Stefan Schenkel, den es dann auch mal in den progressiven Metal verschlagen hat. 2013 dann die Rückkehr in seine musikalische Heimat, der elektronischen Musik.

Das Album

Sein neuestes Album A Place Of Dream Logic folgte jetzt nicht einmal ein Jahr nach dem schon brillianten Album The Night Is Full Of Coulors. Auf dem Neuling finden sich 13 Songs, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen begeistern epische Filmusik-Tracks, die locker für den einen oder anderen Blockbuster herhalten könnten, wie First Of A New Kind und Into The Unknown. Dem gegenüber stehen dann Lieder wie In The Eye Of The Sentinel und auch Engine Ignition, die zum einen Abstecher in die dunkle Ecke Richtung Dark Wave erlauben und zudem wahre Energiebündel sind. Sie treiben an, sie reißen mit, sie beweisen die Beweglichkeit Schenkels in seiner Musik.

Und dann sind da noch diese Songs, die durch “weniger ist mehr” sehr gut wirken. Tempo raus, Melancholie und Emotionen rein und fertig sind die so willkommenen Absacker eines jeden Albums. The Remnants Of Humanity und Last Sunlight laden zum träumen und kurzem Abtauchen ein. Meine Empfehlung speziell bei diesen beiden Songs: Musik an, Welt aus und fallen lassen. Ihr werdet es nicht bereuen… versprochen.

Beeindruckend sind auch die Songs, die zusammen mit Alien Nature (Wide Open Land) und Synth-Ikone Globotom (Frozen Beauty) entstanden sind.

Stefan C. SchenkelFazit

Stefan C. Schenkels neues Album unterstreicht erneut seine Wandelbarkeit. Ihm liegt die “große” Filmmusik, im positiven vollgestopft mit Orchester und dieser wahnsinnig gelungenen Melodik, die man sonst von den großen Komponisten wie Hans Zimmer kennt. Warum Schenkels Musik nicht bereits den einen oder anderen Film begleitet, bleibt mir wohl ein Rätsel. Okay, der Husarenstreich Marke Arise von seinem vorherigen Album ist ihm diesmal nicht gelungen, aber so muss ich mich nicht in einen neuen Song von ihm verlieben.

Dennoch: A Place Of Dream Logic ist ganz großes Kino und ich würde mir wünschen, Musik von Stefan C. Schenkel genau dort mal hören zu dürfen.

Tracklist

01 – First Of A New Kind
02 – In The Eye Of The Sentinel
03 – The Remnants Of Humanity
04 – Into The Unknown
05 – A Place Of Dream Logic
06 – Jacked In
07 – Episodic Memory
08 – Engine Ignition
09 – Outrunning The Shadows
10 – Wide Open Land (feat. Alien Nature)
11 – Tribe Of The Damned
12 – Last Sunlight
13 – Frozen Beauty (feat. Globotom)

Web

https://www.facebook.com/StefanCSchenkel/
http://www.schenkel-music.de/
https://open.spotify.com/artist/5lg3YEHxfDi73U7I0JF2lO
https://www.youtube.com/channel/UCCAdop1fyZGzSLPdCUsF5oA

 
 

Quellen:

Album-Cover: Promo-Kit
Künstler-Foto: Facebook-Bandpage
 
Markus Pfeffer

Review: “All die Jahre” von Markus Pfeffer

Deutschrock mit Herz und Verstand aus Kaiserslautern

Markus PfefferDie Band

Nach drei Jahrzehnten und unzähligen Auftritten, oftmals auch mit namhaften Bands wie Purple Schulz, Extrabreit und Pur, ist der Multi-Instrumentalist, Komponist und Gründer der Deutschrock-Band Winterland Markus Pfeffer nun auf Solopfaden unterwegs.

Keyboard, Gitarre, Bass und Lead-Gesang….., alles macht Markus Pfeffer selbst. Für die Drums konnte er Winterland-Schlagzeuger Brian F. Daniels gewinnen, genauso wie Ex-Winterland-Sänger Thorsten Fries, der den Text zu “Viel zu heiß” beigesteuert hat.

Das Album

„Als für mich inzwischen offiziell vierzehnte Album-Produktion und nach vielen Studio-Aufnahmen mit Bands wie Scarlett, Winterland, Wet Desert und Karma in nunmehr dreißig Jahren war es jetzt einfach an der Zeit erstmals ein komplettes Album im Alleingang zu komponieren. Das Agieren außerhalb gängiger Bandgefüge und ohne stilistische Grenzen öffnet dabei Horizonte und macht auch mal den Kopf frei für Neues“ meint „Dr. Pepper“ zum Anlass für sein erstes Solo-Album.

Markus Pfeffer

(c) Christian Esche

Die musikalische Bandbreite seiner Songs reicht von elektronisch angehauchtem Rock (z.B. Irgendwann), über leichten Pop (All die Jahre) und verträumten Akustik-Balladen (Neubeginn). Schwerpunkt ist aber der gitarrenlastige, deutschsprachige Rock. Es ist immer ein wenig schwierig nach Authentizität zu fragen, wenn ein Deutschrocker in Bereiche des Punks oder gar Pop der 80er oder gar akustische Balladen ausschwenkt. Verfolgt man aber die jahrzehntelange Biographie des promovierten Wirtschaftswissenschaftlers aus der Pfalz, darf man getrost davon ausgehen, dass Markus Pfeffer weiß, was er da abliefert. Und er ist selber ein Kind dieser Zeit, hat die Musik erlebt und für sich entdeckt.

Sicherlich hat das Alter des Mittvierzigers und die daraus resultierende Lebenserfahrung die Texte maßgeblich geprägt. Hier mal die ein wenig selbstmitleidige Frage, wo all die Jahre hin sind, dann der mit deutlichen Worten artikulierte Wunsch, endlich auch mal von dem Ballast der Anderen verschont zu bleiben (Lass´Mich in Ruh). Spannend aber auch, dass sich ein Song findet, der das Finden von Ausreden zum Thema hat. In “Viel zu heiss” geht es darum, was man so alles tun möchte….. und dann doch feststellt, dass es leider viel zu heiß ist um den Worten auch Taten folgen zu lassen. Textlich ist das neben “Lass mich in Ruh” und “Entleide Dich” mein absoluter Favorit.

Insgesamt spart Markus Pfeffer nicht mit Kritik an der heutigen Zeit. So bekommt auch der Fluch des Mainstream und auf Kommerz ausgerichtet produzierte Musik (Zitat: Billig-Sing-Sang-Dreck) sein Fett ab. Damit dürfte er wohl unzähligen Musikern aus der Seele sprechen.

Der wohl gefühlvollste Song auf “All die Jahre” ist zweifelsfrei “Neubeginn“. Eine sehr ruhige Akustik-Ballade, die ohne den nötigen Background schon gefällt. Betrachtet man aber die Geschichte um die Entstehung dieses Liedes, wirkt er gleich ganz anders und man hört förmlich, wie Markus Pfeffer sich “frei” spielt, mit der Gitarre wieder eins wird, wie er … neu beginnt.

Um all das zu verstehen, sagte Markus Pfeffer zu “Neubeginn”:

Einige Zeit nach mehreren Krankenhausaufenthalten war ich nicht fähig Gitarre zu spielen. Als ich dann das erste Mal wieder dazu in der Lage war packte mich die Kreativität und ich probierte auf der Akustik-Gitarre diverse recht ungewöhnliche offene Stimmungen aus (so genannte „Open Tunings“). Im Ergebnis entstand dieses relaxte Akustikstück, das ich an einem Sonntag Ende 2016 sozusagen als „Befreiungsschlag“ mit richtungsweisendem Titel geschrieben, aufgenommen, arrangiert und gemischt hatte.

Fazit

Mit “All die Jahre” schwenkt Markus Pfeffer einmal quer durch poppige und rockige Gefilde. Ein durchaus gewagtes Unterfangen, das er aber bravourös bewältigt hat. Egal wo es ihn mit seinen Lieder hin verschlägt, es klingt immer nach dem Pfälzer Betriebswirt und Wirtschaftswissenschaftler und wird nie langweilig.

Gekonnt setzt er auf eingängige Texte und Melodien, die den Zuhörer nicht nur schnell “musikalisch” ankommen lassen. Vielmehr kann sich jeder in einigen der Songs wiederfinden, da sie letztlich aus dem täglichen Leben stammen.

Mir hat “All die Jahre” nicht nur sehr viel Spaß beim Anhören bereitet, sondern begeisterte mich auch das ausgewogene Arrangement und die tolle Stimme, die bei Winterland bisher nur im Hintergrund zu hören war.

Ein wirklich tolles, abwechslungsreiches und uneingeschränkt empfehlenswertes Album made in Germany !

Markus PfefferTracklist

01 Irgendwann
02 All die Jahre
03 Lass mich in Ruh’
04 Zeit zu träumen
05 Inspiration
06 Viel zu heiss
07 Entleide dich
08 Lasst Gitarren reden
09 Bereit
10 Neubeginn

Line-Up

Markus Pfeffer – Gesang, Gitarre, Bass, Synths
Brian F. Daniels – Schlagzeug

Web

Amazon: https://www.amazon.de/All-Jahre-Explicit-Markus-Pfeffer/dp/B07BYJNPTP/
iTunes: https://itunes.apple.com/de/album/all-die-jahre/1367475479
Google Music: https://play.google.com/store/music/album/Markus_Pfeffer_All_die_Jahre?id=Bpa4awdfkj7tdpefw7oomlvkxle&hl=de
JPC: https://www.jpc.de/jpcng/poprock/detail/-/art/markus-pfeffer-all-die-jahre/hnum/8203138

Quellen

Bilder und Zitate: Promo-Kit

e-bit

Double-Review: e-bit – You Get Never Enough / Overfreezed

e-bit – immer für eine Überraschung gut, oder auf der Suche nach sich selbst ?

e-bitDerzeit purzeln die Songs schneller aus dem Hause e-bit, als manche Hühner Eier legen. Am 09. Mai veröffentlichten Anika und Sigma “You Get Never Enough” und bereits fünf Tage später folgte “Overfreezed“. Bis hierhin noch keine all zu große Überraschung, denn wer das Herzblutz-Synthpop-Duo aus Berlin kennt, weiß dass sie sehr diszipliniert, strukturiert und vor allem zielstrebig arbeiten. Vielmehr überraschte mich die Gegensätzlichkeit der beiden Songs.

You Get Never Enough verwirrt den Anika-verwöhnten e-bit-Groupie nicht musikalisch, sondern gesanglich. Der Großteil des Songs wird von einem elektronisch verzierten Sigma gesungen. Frontlady Anika setzt erst zum Refrain und dann zum Ende zusammen mit Sigma ein. Verkehrte Welt am Mikrofon, was wir auch schon mit “Unite” in Kooperation mit Bi-Polar erleben durften.

Klanglich ist da diese für e-bit typische düstere Grundstimmung, die durch glasklare Synths in einen gelungenen Gegensatz gestellt wird und den Midtempo-Song mit Hilfe einer tollen Hookline nicht nur gut tanzbar, sondern auch zu einem Pflichtprogramm eines jeden Synthpop-DJ´s macht.

In meiner letzten Live-Sendung stellte ich “You Get Never Enough” vor und durfte der Band ein sehr gutes Feedback zurückmelden. Aber…. die Geister, die ich rief….. Sigma hat jetzt bewiesen, dass er singen kann. Aber die Fans wollen auf Anikas Stimme nicht verzichten. So kam von den Hörern der Wunsch nach einem Duett, den ich voll und ganz unterstütze und jetzt auf diesem Wege an die Band weiterleite: Tja, Ihr zwei….. da müsst Ihr wohl mal ran 🙂

MitOverfreezed schickten e-bit dann am 14. Mai ein Lied ins Rennen, das dem Vorigen völlig entgegen steht. Zwar trumpft Keyboarder Sigma mit gewohnt filigranem Tastenspiel auf, aber diesmal finden sich Elemente, die durchaus auch mal aus der Techno-Ecke, mal auch aus den guten alten 80ern kommen könnten. Am Mikrofon brilliert eine Anika in ihrem gesanglichen “Zuhause”. Mit wechselnden Effekten garniert, spielt sie die Bandbreite Ihrer Stimme gewohnt überzeugend aus. Mal ganz tief aus dem Bauch heraus, mal klanglich wie Eurythmics, aber immer mit einem Hauch rotznäsiger, aber stets charmanter Arroganz. Besonders schön gelungen finde ich das mehrstimmige letzte Drittel. Hier spielt Anika all ihre Trümpfe in geballter Ladung aus.

Fazit

Alles in allem bin ich nun ein wenig verstört und doch zufrieden zugleich. Sigma hat am Mikrofon einen guten Job gemacht und doch wünsche ich mir dort auch weiterhin Anika als Hauptakteurin, sehr gerne aber mit deutlich mehr Sigma als in den vergangenen Jahren im gesanglichen Background.

Beide Songs sind für e-bit typisch absolut ausgewogen arrangiert, toll umgesetzt und in gewohnter Perfektion abgemischt. Gewahrt bleibt auch der Wiedererkennungseffekt des Berliner Duos. Selbst wenn die beiden offensichtlich gerne mal etwas Neues ausprobieren, es klingt immer eindeutig nach….. e-bit

Welcher Song ist jetzt nun der bessere? Keine Ahnung. Irgendwie liegt mir der energiegeladene “Overfreezed” ein wenig mehr, aber “You Get Never Enough” ist ebenfalls ein Hammer-Song geworden. Am Ende sind beide Songs absolut gelungen und eine klare Anspiel-Empfehlung für meine geschätzten Kollegen.

Übrigens scheinen Anika und Sigma Ernst zu machen. Letztes Jahr kündigten sie in der Junction Bar ein Album für 2018 an. In “Overfreezed” findet sich nun der Albumtitel “My life Is Brilliant”. Wir dürfen also mehr als gespannt sein………

 

Live-Gigs
26.05.2018 Cafe köpenick Seelenbinderstr. 54, 12555 Berlin
 

Website: www.e-bit.org
Facebook: https://www.facebook.com/ebit.org
Reverbnation: https://www.reverbnation.com/ebit3

Composer: Siegmar Mischer
Synthesizers: Siegmar Mischer
Vocals: Anika Tornow (since 2013)
Style Beat Recordings

X-O-Planet

Jetzt online: das Interview mit X-O-Planet zum Nachhören

X-O-Planet-Interview verpasst? Jetzt online !

X-O-PlanetDas Mainzer Electro-Duo X-O-PLANET veröffentlicht sein Debüt-Album “Voyagers”. Grund genug, Manja und Goderic auf den Zahn zu fühlen. Was ist seit dem letzten Interview alles passiert, was haben die beiden auf dem Weg zum Album erlebt, was macht das Album eigentlich aus? Und vor allem: wie hört es sich an? All das erfahrt Ihr in diesem Band-Special!

Auf der RockPopWelle wird die komplette Sendung

dienstags, donnerstags, samstags und sonntags jeweils um 10:00 Uhr und
mittwochs, freitags und sonntags um 21:00 Uhr

wiederholt.

Hier der direkte Link zum RockPopWelle-Player: http://Laut.FM/RockPopWelle

Wem das reine Interview ohne die Songs reicht……:

ALPHAMAY

Review: Alphamay – The Mellow Collie

Dunkel, melancholisch und sanft bis kraftvoll – Alphamay´s Mini-Album “The Mellow Collie”

 

Die Band

ALPHAMAY ALPHAMAY besteht aus Cris Frickenschmidt und Henning Hammoor , die sich schon zusammen in einer Rockband aktiv waren. Nach einem gemeinsamen schweren Verkehrsunfall am 1. Mai 2012 gründeten sie das Nebenprojekt ALPHAMAY. Der Name leitet sich aus ALPHA (erster) MAY, dem Tag des Unfalls ab.

Seit Gründung veröffentlichte das Duo bereits mehrere Alben, zuletzt im Mai 2017 “The Simulaytion Hypothesis

Das Album

Dieses Jahr feiern ALPHAMAY ihr fünfjähriges Band-Jubiläum. So etwas muss natürlich gebührend gefeiert werden, was den beiden Osnabrückern Electronic-Avantgardisten Dank ihrer Kreativität nicht schwerfällt. Also schufen Cris und Henning ein 5-Track-Mini-Album, dass physisch streng limitiert veröffentlicht wird. So werden nur 50 Vinyl-CD´s und 50 Musik-Kassetten erhältlich sein. Deutlicher kann man seinen Stil nicht an die Hochzeit der elektronischen Musik in den achtziger Jahren koppeln.

Die Songs imponieren durch diesen unverkennbaren Sound der Band, gepaart mit stilistischen Einflüssen aus Richtung Depeche Mode und durchaus auch Deine Lakaien. Letzteres hört man gut u.a. in “Low In Love” und “Love Must Die”. Jetzt könnte man mutmaßen, dass ALPHAMAY sich schlichtweg an der Musik der Dark-Wave-Ikone gehalten haben. Rein nüchtern betrachtet und für mich am wahrscheinlichsten ist, dass Henning und Alexander Veljanow schlicht und ergreifend beide einen sehr sanften Bariton singen. Dies dann mit Electronic Avantgarde auch noch in der gleichen Stilrichtung. So bleiben Ähnlichkeiten natürlich nicht aus, wenn gleich doch die ALPHAMAY-Songs ihre eigene Handschrift nicht verlieren.

THE MELLOW COLLIE ist eine sehr gelungene Variation aus düsteren, melancholischen und unaufgeregten, aber gut tanzbaren Liedern, voll mit zum Teil sehr filigranen Synths und tragenden Melodien.

Fazit

Mit dem 5-Track-Album THE MELLOW COLLIE, das fast genau ein Jahr nach dem letzten Album veröffentlicht wird, bringen sich ALPHAMAY wieder sehr eindrucksvoll in Erinnerung. Nicht nur musikalisch überzeugt das Album auf ganzer Länge, sondern vor allem auch durch die physische Veröffentlichung, die zwar leider streng limitiert, aber dafür konsequent im 80er-Jahre-Retro-Stil erfolgt. Es ist heutzutage schwer, sich mit seinem Album von der Masse anzuheben. Cris und Henning ist dies nun wieder einmal definitiv gelungen.

Tracklist

01 – Black Parasite
02 – Low In Love
03 – The Carousel
04 – Love Must Die
05 – Wintertime

Tourdaten

20. Mai 2018 Wave-Gothic-Treffen, Leipzig
30. Juni 2018 Underground, Wuppertal
02. November 2018 Dark Electro Festival, Bielefeld

Line-Up

Cris Frickenschmidt
Henning Hammoor

Web

www.alphamay.de

https://www.facebook.com/electronicavantgarde/

https://twitter.com/alphamay23

https://www.youtube.com/user/alphamay23